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Bouvier Bernois: Charakter, Größe, Haltung & Gesundheit

Stefan
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Der Bouvier Bernois ist ein großer, dreifarbiger Familien- und Arbeitshund aus der Schweiz. Im deutschsprachigen Raum kennt man die Rasse vor allem als Berner Sennenhund. Typisch sind das lange schwarze Fell, die rostbraunen Abzeichen, die weiße Brustzeichnung und sein freundlicher, ausgeglichener Gesichtsausdruck.

Trotz seiner imposanten Erscheinung gilt der Bouvier Bernois als anhänglich, gutmütig und ausgesprochen menschenbezogen. Allerdings braucht der kräftige Hund genügend Platz, konsequente Erziehung und engen Familienanschluss. Außerdem müssen zukünftige Halter wissen, dass die Rasse zu verschiedenen erblichen Erkrankungen neigt und im Durchschnitt nicht so alt wird wie viele kleinere Hunde.

Bouvier Bernois im Überblick

MerkmalAngabe
Deutscher NameBerner Sennenhund
Französischer NameBouvier Bernois
Englischer NameBernese Mountain Dog
HerkunftSchweiz, insbesondere Kanton Bern
FCI-Nummer45
FCI-GruppeGruppe 2, Sektion 3
Größe Rüde64 bis 70 cm
Größe Hündin58 bis 66 cm
Gewichthäufig etwa 35 bis 60 kg, abhängig von Geschlecht und Körperbau
FellLang, dicht, glänzend und dreifarbig
FarbenSchwarz, Weiß und rostbrauner Brand
CharakterFreundlich, selbstsicher, aufmerksam und anhänglich
BewegungsbedarfMittel
PflegeaufwandMittel bis hoch
Lebenserwartunghäufig etwa 7 bis 10 Jahre
Geeignet für Anfänger?Bedingt, bei guter Vorbereitung
Geeignet für Familien?Ja, bei guter Erziehung und Sozialisation
AlleinbleibenNur begrenzt
Herkunftliche AufgabenWach-, Treib-, Hof- und Zughund

Was bedeutet Bouvier Bernois?

Bouvier Bernois ist keine eigene Hunderasse neben dem Berner Sennenhund. Vielmehr handelt es sich um die französische Bezeichnung derselben Rasse. „Bouvier“ kann sinngemäß mit Rinder- oder Treibhund übersetzt werden, während „Bernois“ auf die Herkunft aus der Berner Region hinweist.

Die internationale kynologische Organisation FCI führt den Hund unter der Standardnummer 45. Dabei lauten die offiziellen Bezeichnungen je nach Sprache unterschiedlich:

  • Deutsch: Berner Sennenhund
  • Französisch: Bouvier Bernois
  • Englisch: Bernese Mountain Dog
  • Italienisch: Bovaro del Bernese

Der Bouvier Bernois gehört zu den vier anerkannten Schweizer Sennenhundrassen. Die anderen drei sind der Große Schweizer Sennenhund, der Appenzeller Sennenhund und der Entlebucher Sennenhund. Von ihnen ist der Berner der einzige mit langem Fell.

Herkunft und Geschichte des Bouvier Bernois

Die Wurzeln des Bouvier Bernois liegen im Schweizer Mittelland und in den Voralpen rund um Bern. Dort hielten Bauern kräftige Hofhunde, die mehrere Aufgaben übernehmen konnten. Sie bewachten Haus und Hof, halfen beim Treiben von Vieh und zogen kleine Wagen mit Milch oder anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Früher wurde die Rasse auch Dürrbächler genannt. Der Name bezog sich auf das Gasthaus und den Weiler Dürrbach bei Riggisberg, wo diese dreifarbigen Hofhunde häufig vorkamen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Schweizer Hundefreunde, die Rasse gezielt zu erhalten und nach einheitlichen Merkmalen zu züchten.

Im Jahr 1907 entstand ein erster Schweizer Rasseverein. Wenig später setzte sich die Bezeichnung Berner Sennenhund beziehungsweise Bouvier Bernois durch. Heute arbeitet der Hund nur noch selten als klassischer Bauern- oder Zughund. Stattdessen wird er überwiegend als Familien-, Begleit-, Wach- und gelegentlich als Therapiehund gehalten.

Wie sieht ein Bouvier Bernois aus?

Der Bouvier Bernois ist ein großer, kräftiger und harmonisch gebauter Hund. Sein Körper wirkt stabil, darf laut Rassestandard jedoch weder plump noch unbeweglich erscheinen. Schließlich musste der frühere Hofhund Kraft mit Ausdauer und Beweglichkeit verbinden.

Besonders auffällig ist die charakteristische Dreifarbigkeit:

  • Die Grundfarbe ist tiefschwarz.
  • Über den Augen, an den Backen, an den Beinen und auf der Brust befinden sich rostbraune Abzeichen.
  • Eine weiße Blesse verläuft vom Kopf in Richtung Schnauze.
  • Brust, Pfoten und häufig auch die Schwanzspitze tragen weiße Zeichnungen.

Das Fell ist lang, glänzend und entweder glatt oder leicht gewellt. Darunter befindet sich eine schützende Unterwolle. Deshalb kommt der Bouvier Bernois mit kaltem Wetter normalerweise deutlich besser zurecht als mit großer Hitze.

Größe und Gewicht

Nach dem FCI-Rassestandard erreichen Rüden eine Widerristhöhe von 64 bis 70 Zentimetern. Bei Hündinnen liegt sie zwischen 58 und 66 Zentimetern. Das Idealmaß beträgt 66 bis 68 Zentimeter bei Rüden sowie 60 bis 63 Zentimeter bei Hündinnen. Die offiziellen Größenangaben stammen aus dem FCI-Rassestandard.

Das Gewicht wird im FCI-Standard nicht verbindlich festgelegt. Je nach Geschlecht, Größe und Körperbau wiegen ausgewachsene Tiere häufig zwischen etwa 35 und 60 Kilogramm. Entscheidend ist jedoch nicht eine bestimmte Zahl, sondern ein gesundes Verhältnis zwischen Größe, Muskulatur und Körperfett.

Bouvier Bernois: Charakter und Wesen

Der typische Bouvier Bernois besitzt ein freundliches, selbstsicheres und ausgeglichenes Wesen. Er bindet sich eng an seine Bezugspersonen und möchte am Familienleben teilnehmen. Der VDH beschreibt ihn als gutmütigen Familienhund, der zugleich aufmerksam, mutig und wachsam geblieben ist. VDH: Berner Sennenhund

Typische Charaktereigenschaften sind:

  • anhänglich und menschenbezogen
  • freundlich und gutmütig
  • aufmerksam, ohne ständig zu bellen
  • selbstsicher und meist gelassen
  • lernfähig und kooperativ
  • gegenüber Fremden teilweise zurückhaltend
  • empfindsam gegenüber grober Behandlung
  • verspielt und gelegentlich etwas stur

Allerdings entwickelt nicht jeder Hund automatisch den perfekten Familiencharakter. Erbanlagen, Aufzucht, Sozialisation, Erfahrungen und Erziehung beeinflussen sein Verhalten erheblich. Ein schlecht sozialisierter oder dauerhaft unterforderter Bouvier Bernois kann unsicher, übermäßig wachsam oder schwer kontrollierbar werden.

Ist der Bouvier Bernois ein guter Familienhund?

Ein gut sozialisierter Bouvier Bernois kann ein ausgezeichneter Familienhund sein. Viele Vertreter der Rasse gehen freundlich und geduldig mit Kindern um. Dennoch dürfen Größe und Kraft nicht unterschätzt werden. Schon ein begeistertes Anrempeln kann ein kleines Kind zu Fall bringen.

Deshalb gelten folgende Regeln:

  • Hund und kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • Kinder dürfen den Hund weder bedrängen noch beim Schlafen stören.
  • Futter, Kauartikel und Rückzugsort des Hundes sind tabu.
  • Der Hund sollte früh lernen, nicht an Menschen hochzuspringen.
  • Erwachsene tragen immer die Verantwortung für den Umgang.

Ein Bouvier Bernois eignet sich besonders für Familien, die viel Zeit zu Hause oder im Freien verbringen. Für Menschen, die täglich viele Stunden außer Haus sind, ist die stark menschenbezogene Rasse dagegen weniger geeignet.

Erziehung des Bouvier Bernois

Die Erziehung sollte bereits im Welpenalter beginnen. Ein niedlicher Bouvier-Bernois-Welpe wächst schnell zu einem sehr kräftigen Hund heran. Daher muss er früh lernen, ruhig an der Leine zu gehen, auf ein Rückrufsignal zu reagieren und Menschen nicht anzuspringen.

Am besten funktioniert eine ruhige, faire und konsequente Erziehung mit positiver Verstärkung. Härte, Anschreien oder körperliche Strafen sind nicht nur unnötig, sondern können das Vertrauen des sensiblen Hundes beschädigen.

Besonders wichtig sind:

  1. frühe Gewöhnung an Menschen, Tiere und Umweltreize
  2. kontrolliertes Leinentraining
  3. zuverlässiger Rückruf
  4. Ruhetraining und Frustrationstoleranz
  5. freundliches Verhalten bei Pflege und Tierarztbesuchen
  6. schrittweises Training des Alleinbleibens

Eine gute Welpenschule kann dabei helfen. Sie ersetzt jedoch nicht das tägliche Training im normalen Familienalltag.

Bewegung und Beschäftigung

Obwohl der Bouvier Bernois im Haus häufig ruhig wirkt, braucht er jeden Tag Bewegung und geistige Beschäftigung. Mehrere Spaziergänge, gemeinsame Ausflüge und kurze Trainingseinheiten passen besser zu ihm als stundenlanges untätiges Liegen.

Geeignete Beschäftigungen sind:

  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Wanderungen bei kühlem Wetter
  • Nasen- und Sucharbeit
  • Obedience und Alltagstraining
  • Fährtenarbeit
  • kontrollierte Zugarbeit für ausgewachsene Hunde
  • Apportier- und Denkspiele
  • Besuchs- oder Therapiehundearbeit nach entsprechender Ausbildung

Für lange Läufe neben dem Fahrrad, häufiges Treppensteigen oder Sprünge ist ein wachsender Bouvier Bernois nicht geeignet. Knochen und Gelenke entwickeln sich bei großen Hunden vergleichsweise langsam. Deshalb sollte die Belastung immer an Alter, Gewicht und Gesundheitszustand angepasst werden.

Kann man einen Bouvier Bernois in der Wohnung halten?

Grundsätzlich kann ein Bouvier Bernois auch in einer ausreichend großen Wohnung leben. Ein Garten allein macht einen Hund ohnehin nicht glücklich. Allerdings erleichtern ein ebenerdiger Zugang, kurze Wege ins Freie und genügend Platz den Alltag erheblich.

Eine kleine Wohnung in einem oberen Stockwerk ohne Aufzug ist problematisch. Wird der Hund krank oder kann keine Treppen mehr steigen, lässt sich ein 40 bis 60 Kilogramm schweres Tier kaum tragen.

Wichtiger als die reine Wohnfläche sind:

  • täglicher Familienanschluss
  • ein ruhiger Schlafplatz
  • ausreichend Bewegung
  • möglichst wenige Treppen
  • ein kühler Aufenthaltsort im Sommer
  • rutschfeste Böden
  • genügend Platz im Auto

Eine dauerhafte Haltung im Zwinger passt nicht zu der menschenbezogenen Rasse.

Wie lange kann ein Bouvier Bernois allein bleiben?

Der Bouvier Bernois möchte normalerweise eng bei seiner Familie sein. Einige gut trainierte erwachsene Hunde können mehrere Stunden allein bleiben. Einen ganzen Arbeitstag sollte die Rasse jedoch nicht regelmäßig ohne Betreuung verbringen.

Welpen dürfen anfangs überhaupt nicht lange allein bleiben. Das Training beginnt mit wenigen Sekunden oder Minuten und wird langsam gesteigert. Zeigt der Hund Stress, jault, zerstört Gegenstände oder läuft unruhig umher, muss das Training angepasst werden.

Fellpflege beim Bouvier Bernois

Das lange Doppelfell benötigt regelmäßige Pflege. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sollte der Bouvier Bernois gründlich gebürstet werden. Während des Fellwechsels kann tägliches Bürsten sinnvoll sein.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen:

  • Fell hinter den Ohren
  • Achselhöhlen
  • Brust und Bauch
  • Rückseite der Beine
  • buschige Rute
  • Bereiche unter Halsband oder Geschirr

Diese Stellen verfilzen besonders leicht. Zudem sollten Halter Ohren, Augen, Zähne, Haut und Krallen regelmäßig kontrollieren. Gebadet wird der Hund nur bei Bedarf mit einem geeigneten Hundeshampoo.

Der Bouvier Bernois verliert ganzjährig Haare. Während des saisonalen Fellwechsels nimmt die Menge deutlich zu. Für Menschen, die eine haarfreie Wohnung erwarten, eignet sich die Rasse daher nicht. Außerdem gilt sie nicht als hypoallergen.

Ernährung des Bouvier Bernois

Der Futterbedarf hängt von Alter, Gewicht, Aktivität, Gesundheitszustand und Energiedichte des Futters ab. Ein Bouvier-Bernois-Welpe braucht ein ausgewogenes Futter für heranwachsende große Rassen. Zu schnelles Wachstum und ein Energieüberschuss können die Entwicklung des Bewegungsapparates ungünstig beeinflussen.

Ausgewachsene Hunde sollten schlank bleiben. Übergewicht belastet Hüften, Ellenbogen, Wirbelsäule und Herz-Kreislauf-System. Leckerlis müssen deshalb in die tägliche Futtermenge eingerechnet werden.

Da große, tiefbrüstige Hunde eine Magendrehung entwickeln können, sollten Halter Symptome wie einen aufgeblähten Bauch, erfolgloses Würgen, starke Unruhe, Speicheln und Kreislaufschwäche ernst nehmen. Eine Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Notfall und muss sofort tierärztlich behandelt werden. Informationen zur Magendrehung beim Berner Sennenhund

Typische Krankheiten beim Bouvier Bernois

Der Bouvier Bernois gehört leider zu den gesundheitlich belasteten Hunderassen. Nicht jeder Hund wird krank, doch verantwortungsvolle Interessenten sollten die möglichen Risiken vor dem Kauf kennen.

Zu den häufiger diskutierten Erkrankungen gehören:

Hüft- und Ellenbogendysplasie

Bei einer Hüftgelenksdysplasie beziehungsweise Ellenbogendysplasie entwickeln sich die Gelenke nicht optimal. Schmerzen, Lahmheit und Arthrose können die Folge sein. Seriöse Züchter lassen die Elterntiere deshalb vor der Zucht röntgen und offiziell auswerten.

Tumorerkrankungen

Verschiedene Krebsarten treten beim Bouvier Bernois vergleichsweise häufig auf. Dazu gehört insbesondere das histiozytäre Sarkom. In einer Schweizer Untersuchung waren Tumorerkrankungen die häufigste bekannte Todesursache der untersuchten Hunde.

Degenerative Myelopathie

Die degenerative Myelopathie ist eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks. Sie kann zunächst zu Koordinationsproblemen und später zu Lähmungserscheinungen führen. DNA-Tests können bestimmte genetische Risikovarianten erkennen. Ein Testergebnis erlaubt jedoch nicht immer eine sichere Vorhersage, ob und wann ein Hund erkrankt.

Magendrehung

Wie andere große, tiefbrüstige Hunde kann auch der Bouvier Bernois eine Magendrehung erleiden. Erfolgloses Erbrechen, starke Unruhe, ein harter oder größer werdender Bauch und Kreislaufprobleme erfordern unverzüglich eine Tierklinik.

Weitere mögliche Erkrankungen

Darüber hinaus kommen unter anderem Kreuzbandprobleme, Nierenerkrankungen, Augenerkrankungen und andere Gelenk- oder Wirbelsäulenleiden vor. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, gesundheitliche Veränderungen möglichst früh zu erkennen.

Lebenserwartung des Bouvier Bernois

Die Lebenserwartung des Bouvier Bernois wird häufig mit ungefähr sieben bis zehn Jahren angegeben. Einzelne Hunde können deutlich älter werden, während andere bereits in jungen Jahren schwer erkranken.

Eine Schweizer Studie mit 389 Berner Sennenhunden ermittelte eine mediane Lebenserwartung von 8,4 Jahren. Hündinnen erreichten in dieser Untersuchung im Median 8,8 Jahre, Rüden 7,7 Jahre. Tumorerkrankungen waren die häufigste bekannte Todesursache. BMC Veterinary Research: Lebenserwartung des Berner Sennenhundes

Die Lebensdauer eines einzelnen Hundes lässt sich daraus nicht vorhersagen. Eine sorgfältige Zuchtauswahl, normales Körpergewicht, angemessene Bewegung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen können jedoch die Voraussetzungen für ein möglichst gesundes Leben verbessern.

Bouvier-Bernois-Welpen: Worauf beim Kauf achten?

Ein Bouvier-Bernois-Welpe sollte nur bei einem verantwortungsvollen Züchter oder über eine seriöse Tierschutzorganisation übernommen werden. Ein guter Züchter stellt nicht nur die Mutterhündin vor, sondern informiert offen über Gesundheit, Lebenserwartung und Todesursachen früherer Hunde in der Linie.

Wichtige Auswahlkriterien sind:

  • kontrollierte Vereinszucht
  • dokumentierte Untersuchung von Hüfte und Ellenbogen
  • nachvollziehbare Gesundheitsdaten der Elterntiere
  • sinnvoll eingesetzte DNA-Tests
  • Aufzucht im engen Kontakt zu Menschen
  • saubere und abwechslungsreiche Umgebung
  • altersgerechte Sozialisation
  • Impfpass, Chip und Kaufvertrag
  • keine Übergabe vor dem zulässigen Mindestalter
  • ehrliche Beratung auch nach dem Kauf

Ein Gesundheitszertifikat garantiert niemals einen lebenslang gesunden Hund. Es zeigt jedoch, dass vermeidbare Risiken ernst genommen wurden. Über die VDH-Züchtersuche lassen sich organisierte Zuchtstätten in Deutschland finden.

Warnsignale sind eine Übergabe auf einem Parkplatz, mehrere jederzeit verfügbare Rassen, fehlende Gesundheitsnachweise oder Verkäufer, die keine Fragen zur späteren Haltung stellen.

Passt der Bouvier Bernois zu mir?

Der Bouvier Bernois passt zu Menschen, die einen großen, freundlichen und eng verbundenen Familienhund suchen. Sie sollten genügend Zeit, Platz und finanzielle Reserven für Futter, Versicherung und tierärztliche Behandlungen besitzen.

Die Rasse passt eher nicht, wenn:

  • der Hund täglich lange allein bleiben muss,
  • starke Fellverluste ein Problem darstellen,
  • wenig Platz zur Verfügung steht,
  • das Zuhause nur über viele Treppen erreichbar ist,
  • ein Hund für intensiven Ausdauersport gesucht wird,
  • hohe Tierarztkosten nicht aufgefangen werden können,
  • im Sommer kein kühler Rückzugsort vorhanden ist.

Auch Anfänger können einen Bouvier Bernois halten. Allerdings sollten sie sich vorab gründlich informieren, eine Hundeschule besuchen und die Kraft eines ausgewachsenen Tieres realistisch einschätzen.

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Häufige Fragen zum Bouvier Bernois

Ist ein Bouvier Bernois dasselbe wie ein Berner Sennenhund?

Ja. Bouvier Bernois ist die französische Bezeichnung für den Berner Sennenhund. Es handelt sich nicht um zwei verschiedene Hunderassen.

Wie groß wird ein Bouvier Bernois?

Rüden werden laut FCI 64 bis 70 Zentimeter groß. Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe von 58 bis 66 Zentimetern.

Wie schwer wird ein Bouvier Bernois?

Je nach Geschlecht und Körperbau wiegen ausgewachsene Hunde häufig ungefähr 35 bis 60 Kilogramm. Der FCI-Standard schreibt jedoch kein bestimmtes Gewicht vor.

Wie alt wird ein Bouvier Bernois?

Die Lebenserwartung liegt häufig bei etwa sieben bis zehn Jahren. Eine Schweizer Studie ermittelte einen Median von 8,4 Jahren.

Ist der Bouvier Bernois für Anfänger geeignet?

Die Rasse ist bedingt für Anfänger geeignet. Ihr freundliches Wesen erleichtert die Erziehung, doch Größe, Kraft, Pflege und Gesundheitsrisiken verlangen eine gründliche Vorbereitung.

Ist ein Bouvier Bernois kinderfreundlich?

Gut sozialisierte Berner Sennenhunde gelten häufig als freundlich und geduldig. Trotzdem müssen Begegnungen mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden, da der Hund sehr groß und kräftig ist.

Kann ein Bouvier Bernois in einer Wohnung leben?

Ja, wenn die Wohnung groß genug ist, der Hund ausreichend Bewegung bekommt und möglichst wenige Treppen bewältigen muss. Ein Garten ist hilfreich, ersetzt aber keine Spaziergänge und keinen Familienanschluss.

Verliert ein Bouvier Bernois viele Haare?

Ja. Das lange Doppelfell verliert ganzjährig Haare und während des Fellwechsels besonders viel. Mehrmaliges Bürsten pro Woche ist notwendig.

Bellt ein Bouvier Bernois viel?

Normalerweise gilt der Bouvier Bernois nicht als grundloser Dauerbeller. Aufgrund seiner Vergangenheit als Hof- und Wachhund meldet er jedoch häufig ungewöhnliche Besucher oder Geräusche.

Verträgt der Bouvier Bernois Hitze?

Nur eingeschränkt. Sein dichtes, überwiegend schwarzes Doppelfell ist für ein kühleres Klima geeignet. Im Sommer braucht er Schatten, Wasser, einen kühlen Ruheplatz und Spaziergänge zu den kühleren Tageszeiten.

Wie viel Bewegung braucht ein Bouvier Bernois?

Ein gesunder erwachsener Hund benötigt tägliche Spaziergänge und geistige Beschäftigung. Die genaue Dauer hängt von Alter, Fitness und Gesundheit ab. Welpen und Junghunde dürfen nicht überlastet werden.

Welche Krankheiten kommen beim Bouvier Bernois häufig vor?

Fazit: Der Bouvier Bernois ist ein sanfter, aber anspruchsvoller Familienhund

Der Bouvier Bernois beziehungsweise Berner Sennenhund verbindet ein eindrucksvolles Äußeres mit einem freundlichen und anhänglichen Charakter. Bei guter Sozialisation wird er zu einem treuen Familienbegleiter, der gern an gemeinsamen Aktivitäten teilnimmt.

Allerdings ist die Anschaffung eine langfristige und kostspielige Verantwortung. Der Bouvier Bernois braucht engen Familienkontakt, regelmäßige Fellpflege, konsequente Erziehung und eine gesundheitlich verantwortungsvolle Herkunft. Besonders seine vergleichsweise kurze Lebenserwartung und das erhöhte Risiko verschiedener Erkrankungen sollten zukünftige Halter nicht verdrängen.