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Ian Stewart: Das Leben und Vermächtnis des sechsten Rolling Stone

Stefan
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Ian Andrew Robert Stewart, liebevoll „Stu“ genannt, war ein schottischer Musiker und eine Schlüsselfigur bei der Gründung der Rolling Stones. Sein außergewöhnliches Klaviertalent und sein unerschütterliches Engagement für die Band brachten ihm den Titel „Sechster Stein“ ein und unterstrichen seinen bedeutenden, wenn auch oft unterschätzten Einfluss auf den frühen Sound und den anhaltenden Erfolg der Gruppe.

Vollständiger NameIan Andrew Robert Stewart
Geburtsdatum18. Juli 1938
GeburtsortPittenweem, Fife, Schottland
Nationalitätbritisch
Todesdatum12. Dezember 1985
SterbeortLondon, England
BerufMusiker, Roadmanager
Aktive Jahre1962–1985
Bekannt fürMitbegründer der Rolling Stones
InstrumenteKlavier, Keyboards
VermögenUngefähr 1 Million US-Dollar

Frühes Leben und familiärer Hintergrund

Ian Stewart wurde am 18. Juli 1938 in Pittenweem, einem malerischen Fischerdorf in Fife, Schottland, als Sohn des Architekten John Stewart und seiner Frau Annie Stewart (geb. Black) geboren. Seine Familie zog später nach Sutton, England, wo Stewarts Leidenschaft für Musik erblühte. Schon in jungen Jahren zeigte er ein natürliches Talent für das Klavier und vertiefte sich in die reichen Traditionen des Boogie-Woogie und Blues – Genres, die seinen musikalischen Werdegang nachhaltig prägen sollten.

Stewarts frühe Auseinandersetzung mit diesen Musikstilen, kombiniert mit seiner schottischen Herkunft, prägte ihn mit einem einzigartigen rhythmischen Gespür. Diese Grundlage verfeinerte nicht nur seine Fähigkeiten als Pianist, sondern beeinflusste auch seine Herangehensweise an die Musik, indem er Wert auf Authentizität und einen tiefen Respekt für die musikalischen Wurzeln legte.

Karrierebeginn und wichtige Meilensteine

Im Mai 1962 antwortete Stewart auf eine Anzeige des Gitarristen Brian Jones in den Jazz News, in der Musiker für eine neue Rhythm-and-Blues-Band gesucht wurden. Er war der erste, der sich Jones anschloss, bald gefolgt von Mick Jagger und Keith Richards. Dieses Ensemble debütierte am 12. Juli 1962 als „The Rollin’ Stones“ im Londoner Marquee Club. Stewarts kraftvolles Klavierspiel wurde zu einem Eckpfeiler des frühen Sounds der Band und verlieh ihren Auftritten eine unverwechselbare bluesige Tiefe.

Im Mai 1963 entschied Manager Andrew Loog Oldham jedoch, dass Stewarts Aussehen nicht zum Image der Band passte, was zu seiner Entfernung aus der offiziellen Besetzung führte. Trotz dieses Rückschlags blieb Stewart den Rolling Stones eng verbunden, fungierte über zwei Jahrzehnte lang als Roadmanager und wirkte als Pianist bei Aufnahmen und Tourneen mit. Sein Engagement trug maßgeblich zum Zusammenhalt und Erfolg der Band in ihren Gründungsjahren bei.

Bemerkenswerte Werke und Erfolge

Stewarts Klavierkunst ziert zahlreiche Rolling Stones-Titel, darunter Klassiker wie „Honky Tonk Women“, „Let It Bleed“ und „Brown Sugar“. Seine nicht im Abspann erwähnten Beiträge verlieh der Musik der Band eine reiche Textur und fügte sich nahtlos in ihren sich entwickelnden Stil ein. Neben den Stones arbeitete Stewart mit Künstlern wie Led Zeppelin zusammen und spielte Klavier auf deren Titel „Rock and Roll“, was seinen Status als angesehener Sessionmusiker weiter festigte.

In Anerkennung seiner unschätzbaren Beiträge wurde Stewart 1989 zusammen mit den Rolling Stones posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Diese Ehre unterstrich seine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Vermächtnisses der Band und seinen nachhaltigen Einfluss auf die Rockmusik.

Persönliches Leben und Beziehungen

Stewart war für sein zurückhaltendes Auftreten bekannt und ließ lieber seine Musik für sich sprechen. Er hielt sich bedeckt und gab nur wenige Informationen über seine persönlichen Beziehungen preis. Er konzentrierte sich stets auf sein Handwerk und sein Engagement für die Rolling Stones und pflegte enge Bindungen zu seinen Bandkollegen, die ihn für seine Musikalität und seinen Charakter schätzten.

Vermögen und Lebensstil

Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1985 wurde Stewarts Nettovermögen auf etwa 1 Million Dollar geschätzt

Dieser Reichtum beruhte vor allem auf seiner langjährigen Verbindung mit den Rolling Stones und seinen gefragten Fähigkeiten als Sessionmusiker. Trotz seines finanziellen Erfolgs führte Stewart einen bescheidenen Lebensstil und verzichtete auf die Extravaganz, die oft mit dem Rockstardasein in Verbindung gebracht wird.

Interessante Fakten und Wissenswertes

  • Stewart wurde von seinen Bandkollegen liebevoll „Stu“ genannt, was die Kameradschaft innerhalb der Gruppe unterstreicht.
  • Seine Leidenschaft für Boogie-Woogie-Piano machte ihn zu einer unverwechselbaren Figur in der britischen Bluesszene und beeinflusste den frühen Sound der Rolling Stones.
  • Obwohl Stewart aus der offiziellen Besetzung entfernt wurde, blieb er der Band stets treu und verdeutlichte damit, dass er sich mehr der Musik als persönlicher Anerkennung widmete.

Wohltätige Arbeit und Vermächtnis

Stewarts Vermächtnis ist im anhaltenden Erfolg der Rolling Stones und dem Respekt verankert, den er sich in der Musikbranche erwarb. Sein Engagement für Authentizität und musikalische Exzellenz inspiriert weiterhin Musiker weltweit. Die Entscheidung der Band, ihn in die Rock and Roll Hall of Fame aufzunehmen, spiegelt den tiefgreifenden Einfluss wider, den er auf ihren Weg hatte, und die hohe Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde.

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Zukunftspläne und Auswirkungen auf die Kultur

Obwohl Stewarts Leben 1985 durch einen Herzinfarkt vorzeitig beendet wurde, ist sein Einfluss durch die Musik der Rolling Stones und der unzähligen Künstler, die er inspirierte, noch immer spürbar. Sein Engagement für die Genres Blues und Rock legte den Grundstein für zukünftige Musiker und sorgte dafür, dass seine Beiträge noch Generationen später nachhallen werden.

Ian Stewarts Geschichte ist ein Beweis für die Kraft von Leidenschaft und Ausdauer. Als Gründungsmitglied einer der kultigsten Bands der Welt erinnert sein Vermächtnis daran, welch unauslöschliche Spuren ein einzelner Mensch in der Musikgeschichte hinterlassen kann.