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Bundesrat Schweiz: Mitglieder, Parteien und Aufgaben 2026

Stefan
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Wer gehört 2026 zum Bundesrat der Schweiz? Welche Parteien sind in der Landesregierung vertreten? Wie werden die sieben Mitglieder gewählt? Und besitzt der Bundespräsident mehr politische Macht als seine Kolleginnen und Kollegen?

Der Bundesrat ist die Regierung der Schweiz und besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern. Jedes Mitglied leitet eines der sieben Departemente der Bundesverwaltung. Gemeinsam entscheiden die Bundesrätinnen und Bundesräte über die Regierungspolitik, bereiten neue Gesetze vor und vertreten die Schweiz im In- und Ausland.

Bundespräsident im Jahr 2026 ist Guy Parmelin von der SVP. Allerdings ist er kein Regierungschef nach deutschem oder französischem Vorbild. Er leitet die Sitzungen und übernimmt zusätzliche repräsentative Aufgaben, bleibt innerhalb des Bundesrates jedoch ein Mitglied mit denselben Stimmrechten wie alle anderen.

Bundesrat Schweiz 2026 im Überblick

MerkmalAngabe
StaatsorganSchweizer Landesregierung
Anzahl Mitglieder7
SitzBundeshaus in Bern
Bundespräsident 2026Guy Parmelin
Vizepräsident 2026Ignazio Cassis
Amtsdauer4 Jahre
WahlorganVereinigte Bundesversammlung
RegierungsformKollegial- und Konkordanzregierung
BundeskanzlerViktor Rossi
Gründung1848
Aktuelle Amtsperiode2024 bis 2027

Wer sitzt 2026 im Bundesrat der Schweiz?

Dem Bundesrat der Schweiz gehören 2026 fünf Männer und zwei Frauen an. Die vier grössten Parteien des Landes teilen sich die sieben Sitze. SVP, SP und FDP verfügen jeweils über zwei Sitze. Die Mitte stellt ein Mitglied.

MitgliedPartei und KantonIm Amt seitDepartement 2026
Guy ParmelinSVP, Waadt2016Wirtschaft, Bildung und Forschung
Ignazio CassisFDP, Tessin2017Auswärtige Angelegenheiten
Karin Keller-SutterFDP, St. Gallen2019Finanzen
Albert RöstiSVP, Bern2023Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Elisabeth Baume-SchneiderSP, Jura2023Inneres
Beat JansSP, Basel-Stadt2024Justiz und Polizei
Martin PfisterDie Mitte, Zug2025Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Diese Zusammensetzung gilt im August 2026. Martin Pfister wurde 2025 als Nachfolger von Viola Amherd in den Bundesrat gewählt. Die offizielle und laufend aktualisierte Übersicht veröffentlicht die Schweizerische Bundeskanzlei.

Guy Parmelin ist Schweizer Bundespräsident 2026

Guy Parmelin wurde am 10. Dezember 2025 von der Vereinigten Bundesversammlung zum Bundespräsidenten für das Jahr 2026 gewählt. Der Waadtländer SVP-Politiker hatte das Amt bereits 2021 übernommen.

Als Bundespräsident leitet Parmelin die Sitzungen des Regierungskollegiums. Zudem vertritt er den Bundesrat bei offiziellen Anlässen im In- und Ausland. Sein Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung fungiert währenddessen als Präsidialdepartement.

Der Bundespräsident ist jedoch nicht das Staatsoberhaupt der Schweiz im klassischen Sinn. Die sieben Mitglieder bilden gemeinsam die Staatsspitze. Parmelin gilt 2026 als „Primus inter pares“, also als Erster unter Gleichgestellten.

Ignazio Cassis ist 2026 Vizepräsident. Er vertritt den Bundespräsidenten, falls dieser seine präsidialen Aufgaben vorübergehend nicht wahrnehmen kann. Weitere Einzelheiten bietet die offizielle Seite zum Präsidialjahr 2026.

Welche Aufgaben hat der Bundesrat der Schweiz?

Der Bundesrat ist die oberste leitende und vollziehende Behörde des Bundes. Seine Zuständigkeiten sind vor allem in den Artikeln 174 bis 187 der Schweizer Bundesverfassung geregelt.

Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören:

  • die politische Lage beurteilen und die Regierungspolitik planen
  • Gesetzesentwürfe und Bundesbeschlüsse vorbereiten
  • vom Parlament beschlossene Gesetze umsetzen
  • Verordnungen erlassen
  • die Bundesverwaltung führen und beaufsichtigen
  • den Bundeshaushalt und den Finanzplan ausarbeiten
  • die Beziehungen zu den Kantonen pflegen
  • die Schweiz nach innen und aussen vertreten
  • für die innere und äussere Sicherheit sorgen
  • internationale Verträge aushandeln und teilweise abschliessen
  • die Öffentlichkeit über wichtige Entscheidungen informieren

Der Bundesrat kann Gesetze nicht allein beschliessen. In der Regel legt er dem Parlament eine sogenannte Botschaft zusammen mit einem Erlassentwurf vor. Nationalrat und Ständerat beraten die Vorlage. Je nach Art des Beschlusses können anschliessend die Stimmberechtigten über ein Referendum oder eine obligatorische Volksabstimmung mitentscheiden.

Eine ausführliche Darstellung enthält das offizielle Informationsangebot zu den Aufgaben des Bundesrates.

Die sieben Departemente des Bundesrates

Jedes Mitglied des Bundesrates führt ein Departement. Die Departemente ähneln den Ministerien anderer Staaten, obwohl ihre Leiterinnen und Leiter in der Schweiz Bundesrätin oder Bundesrat genannt werden.

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

Ignazio Cassis leitet das EDA. Es kümmert sich um die Schweizer Aussenpolitik, diplomatische Beziehungen, Entwicklungszusammenarbeit und konsularische Dienstleistungen.

Eidgenössisches Departement des Innern

Elisabeth Baume-Schneider steht dem EDI vor. Zu dessen Aufgaben gehören unter anderem Gesundheit, Sozialversicherungen, Kultur, Gleichstellung, Statistik und Lebensmittelsicherheit.

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement

Beat Jans führt das EJPD. Das Departement beschäftigt sich beispielsweise mit Migration, Asyl, Polizei, Strafrecht, Zivilrecht und gesellschaftspolitischen Fragen.

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Martin Pfister leitet das VBS. Es ist für die Armee, den Bevölkerungsschutz, die Cybersicherheit und die Sportförderung des Bundes zuständig.

Eidgenössisches Finanzdepartement

Karin Keller-Sutter steht dem EFD vor. Das Departement verantwortet den Bundeshaushalt, Steuern, Zoll, Personalfragen und Teile der Finanzmarktpolitik.

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Guy Parmelin führt das WBF. Dazu gehören Wirtschaftspolitik, Berufsbildung, Hochschulen, Forschung, Landwirtschaft, Arbeitsmarkt und Landesversorgung.

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Albert Rösti leitet das UVEK. Das Departement bearbeitet Themen wie Klima, Umwelt, Energieversorgung, Strassen, Eisenbahn, Luftfahrt, Post, Medien und Telekommunikation.

Wie wird der Bundesrat gewählt?

Nicht das Volk, sondern das Parlament wählt den Bundesrat der Schweiz. Dafür treten die 200 Mitglieder des Nationalrates und die 46 Mitglieder des Ständerates als Vereinigte Bundesversammlung zusammen.

Die sieben Sitze werden einzeln und in geheimer Wahl vergeben. Gewählt ist, wer das absolute Mehr der gültigen Stimmen erreicht. Falls das im ersten Wahlgang niemandem gelingt, folgen weitere Wahlgänge.

Grundsätzlich kann jede stimmberechtigte Schweizer Person in den Bundesrat gewählt werden. Sie muss mindestens 18 Jahre alt sein. Eine Mitgliedschaft im Parlament oder eine vorher offiziell eingereichte Kandidatur ist rechtlich nicht erforderlich.

Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Nach den Nationalratswahlen findet jeweils eine Gesamterneuerungswahl statt. Scheidet ein Mitglied früher aus, wählt das Parlament eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für den Rest der Amtsperiode. Bundesratsmitglieder können während einer laufenden Amtszeit politisch grundsätzlich nicht durch ein Misstrauensvotum abgesetzt werden. Das Schweizer Parlament erklärt das Wahlverfahren im Detail.

Was bedeutet die Zauberformel?

Die sogenannte Zauberformel beschreibt die traditionelle parteipolitische Verteilung der sieben Bundesratssitze. Sie entstand 1959 und sollte die stärksten politischen Kräfte dauerhaft in die Regierung einbinden.

Die ursprüngliche Formel lautete:

  • 2 Sitze für die FDP
  • 2 Sitze für die CVP
  • 2 Sitze für die SP
  • 1 Sitz für die SVP

Später verschoben sich die politischen Kräfte. Seit 2003 erhielt die SVP in der Regel zwei Sitze, während die damalige CVP nur noch einen stellte. Heute lautet die Verteilung:

  • 2 Sitze für die SVP
  • 2 Sitze für die SP
  • 2 Sitze für die FDP
  • 1 Sitz für Die Mitte

Die Zauberformel ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist eine politische Vereinbarung und kann sich verändern, wenn sich Mehrheiten, Parteistärken oder parlamentarische Allianzen verschieben.

Was bedeutet Konkordanzregierung?

In vielen Staaten bilden bestimmte Parteien eine Regierungskoalition, während andere die Opposition stellen. Die Schweiz arbeitet anders. Mehrere grosse Parteien sind gemeinsam im Bundesrat vertreten. Dieses Modell nennt man Konkordanzregierung.

Das Ziel besteht darin, unterschiedliche politische, sprachliche und regionale Interessen früh in Entscheidungen einzubeziehen. Dadurch sollen Vorlagen entstehen, die im Parlament und bei möglichen Volksabstimmungen eine breite Unterstützung finden können.

Allerdings bedeutet Konkordanz nicht, dass alle Parteien dieselben Positionen vertreten. Zwischen den Bundesratsparteien bestehen teilweise grosse politische Unterschiede. Trotzdem tragen ihre Regierungsmitglieder die gemeinsam gefällten Beschlüsse nach aussen mit.

Das Kollegialprinzip einfach erklärt

Der Bundesrat entscheidet als Kollegium. Jedes der sieben Mitglieder verfügt über eine Stimme. Der Bundespräsident besitzt bei normalen Regierungsentscheidungen keine zusätzlichen Stimmrechte.

Zunächst bereitet meist ein Departement ein Geschäft vor. Anschliessend beraten die sieben Mitglieder darüber. Der Bundesrat versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden. Falls nötig, stimmt er ab.

Nach einem Entscheid gilt das Kollegialprinzip: Alle Mitglieder sollen den Beschluss öffentlich vertreten, selbst wenn sie intern anderer Meinung waren. Die internen Beratungen und die genaue Stimmenverteilung bleiben vertraulich.

Dieses Verfahren soll eine einheitliche und verlässliche Regierungspolitik ermöglichen. Gleichzeitig müssen die Bundesratsmitglieder zwischen ihrer Parteizugehörigkeit und ihrer Verantwortung für die Gesamtregierung unterscheiden.

Welche Rolle spielt der Bundeskanzler?

Viktor Rossi ist seit dem 1. Januar 2024 Bundeskanzler. Er unterstützt die Regierung als Stabschef des Bundesrates und leitet die Bundeskanzlei.

Der Bundeskanzler bereitet zusammen mit seinem Team die Bundesratssitzungen vor, koordiniert Geschäfte zwischen den Departementen und begleitet politische Planungsprozesse. Zudem spielt die Bundeskanzlei bei eidgenössischen Wahlen und Abstimmungen sowie bei der Kommunikation der Regierung eine wichtige Rolle.

Viktor Rossi nimmt an den Bundesratssitzungen teil und kann Anträge stellen. Er gehört jedoch nicht zu den sieben Bundesratsmitgliedern und besitzt bei den Regierungsentscheiden kein Stimmrecht.

Bundesrat, Nationalrat und Ständerat: der Unterschied

Die Begriffe werden häufig verwechselt, bezeichnen aber verschiedene Staatsorgane:

OrganFunktionMitglieder
BundesratRegierung und Exekutive7
NationalratVertretung der Bevölkerung200
StänderatVertretung der Kantone46
BundesversammlungNationalrat und Ständerat gemeinsam246

Nationalrat und Ständerat bilden zusammen das Schweizer Parlament. Beide Kammern beraten Gesetze. Wenn sie gemeinsam als Vereinigte Bundesversammlung tagen, wählen sie unter anderem den Bundesrat, den Bundeskanzler und die Mitglieder der eidgenössischen Gerichte.

Seit wann gibt es den Schweizer Bundesrat?

Der Bundesrat besteht seit der Gründung des modernen Schweizer Bundesstaates im Jahr 1848. Schon damals entschied man sich für eine siebenköpfige Regierung.

Anfangs gehörten sämtliche Mitglieder der freisinnigen Bewegung an. Erst 1891 zog mit Josef Zemp der erste katholisch-konservative Vertreter in den Bundesrat ein. Die SP erhielt 1943 erstmals einen Sitz. Seit 1959 prägt die Zauberformel die parteipolitische Zusammensetzung.

Obwohl sich Parteien, Departementsnamen und politische Kräfte verändert haben, blieben zwei wesentliche Merkmale erhalten: Der Bundesrat besteht aus sieben Mitgliedern und entscheidet als Kollegium.

Fazit zum Bundesrat der Schweiz

Der Bundesrat der Schweiz besteht 2026 aus sieben Mitgliedern und wird von Guy Parmelin präsidiert. SVP, SP und FDP stellen jeweils zwei Mitglieder, Die Mitte verfügt über einen Sitz. Jedes Mitglied führt ein Departement, zugleich tragen alle gemeinsam die Verantwortung für die Politik der Landesregierung.

Besonders ist das Schweizer Modell durch Konkordanz, Kollegialprinzip und den jährlich wechselnden Bundespräsidenten. Dadurch verteilt sich die Macht auf mehrere Personen und Parteien. Der Bundespräsident steht zwar stärker im öffentlichen Mittelpunkt, besitzt aber grundsätzlich nicht mehr Entscheidungsgewalt als die übrigen Mitglieder.

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Häufige Fragen zum Bundesrat Schweiz

Wie viele Mitglieder hat der Bundesrat der Schweiz?

Der Bundesrat besteht aus sieben Mitgliedern. Diese Zahl gilt seit der Gründung des Schweizer Bundesstaates im Jahr 1848.

Wer ist 2026 Bundespräsident der Schweiz?

Guy Parmelin von der SVP ist Bundespräsident 2026. Ignazio Cassis von der FDP übernimmt das Amt des Vizepräsidenten.

Wer wählt den Bundesrat der Schweiz?

Die Vereinigte Bundesversammlung wählt die Mitglieder. Sie besteht aus allen 200 Nationalratsmitgliedern und den 46 Mitgliedern des Ständerates.

Wie lange bleibt ein Bundesrat im Amt?

Eine Amtsperiode dauert vier Jahre. Wiederwahlen sind möglich und es gibt keine allgemeine Begrenzung der Anzahl Amtsperioden. In der Praxis entscheiden die Mitglieder meist selbst, wann sie zurücktreten.

Kann das Schweizer Volk den Bundesrat direkt wählen?

Nein. Die Stimmberechtigten wählen Nationalrat und teilweise nach kantonalen Regeln den Ständerat. Den Bundesrat wählt anschliessend die Vereinigte Bundesversammlung.

Ist der Bundespräsident der mächtigste Bundesrat?

Nein. Der Bundespräsident leitet die Sitzungen und erfüllt zusätzliche repräsentative Aufgaben. Er bleibt jedoch ein gleichberechtigtes Mitglied des siebenköpfigen Kollegiums.

Was ist die Zauberformel im Schweizer Bundesrat?

Die Zauberformel bezeichnet die traditionelle Verteilung der sieben Regierungssitze auf die grössten Parteien. Gegenwärtig erhalten SVP, SP und FDP jeweils zwei Sitze, Die Mitte einen Sitz.

Was ist der Unterschied zwischen Bundesrat und Bundesversammlung?

Der Bundesrat ist die Regierung. Die Bundesversammlung ist das Parlament und besteht aus Nationalrat und Ständerat. Sie beschliesst Gesetze, kontrolliert die Regierung und wählt die Mitglieder des Bundesrates.