Die Britisch Kurzhaar gehört zu den beliebtesten Katzenrassen Europas. Ihr rundes Gesicht, die großen Augen und das dichte, plüschartige Fell verleihen ihr das typische Teddybär-Aussehen. Besonders bekannt ist die blaue Britisch Kurzhaar mit kupferfarbenen Augen. Allerdings gibt es die Rasse in zahlreichen weiteren Farben und Zeichnungen.
Charakterlich gilt die Britisch Kurzhaar als ruhig, ausgeglichen und menschenbezogen. Sie kann anhänglich sein, fordert Aufmerksamkeit jedoch meist weniger lautstark als viele andere Rassekatzen. Trotzdem benötigt auch eine gemütliche BKH ausreichend Beschäftigung, erhöhte Ruheplätze und regelmäßigen Kontakt zu ihren Menschen.
Wer eine Britisch Kurzhaar kaufen möchte, sollte außerdem auf eine verantwortungsvolle Zucht achten. Die Rasse kann unter anderem von der Herzkrankheit HCM und der erblichen Nierenerkrankung PKD betroffen sein. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere gehören deshalb zu den wichtigsten Auswahlkriterien.
Britisch Kurzhaar im Überblick
| Merkmal | Angabe |
| Vollständiger Name | Britisch Kurzhaar |
| Abkürzung | BKH, international BSH |
| Englischer Name | British Shorthair |
| Herkunft | Großbritannien |
| Größe | Mittelgroß bis groß |
| Gewicht | Katzen häufig etwa 3,5–6 kg, Kater etwa 5–8 kg |
| Körperbau | Kräftig, kompakt und muskulös |
| Fell | Kurz, dicht und plüschartig |
| Augen | Groß und rund; Farbe abhängig von der Fellfarbe |
| Charakter | Ruhig, freundlich, selbstständig und ausgeglichen |
| Bewegungsdrang | Niedrig bis mittel |
| Pflegeaufwand | Gering bis mittel |
| Lebenserwartung | Häufig etwa 12–16 Jahre |
| Haltung | Wohnungshaltung oder gesicherter Freigang |
| Geeignet für Anfänger? | Grundsätzlich ja |
| Bekannte Erbkrankheiten | HCM und PKD |
| Anschaffungspreis | Häufig etwa 800–1.500 Euro oder mehr |
Die Angaben zu Gewicht, Lebenserwartung und Preis sind Richtwerte. Geschlecht, Abstammung, Gesundheitszustand und individuelle Entwicklung können zu deutlichen Abweichungen führen.
Herkunft und Geschichte der Britisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar entwickelte sich in Großbritannien aus einheimischen Haus- und Hofkatzen. Züchter wählten kräftige Tiere mit dichtem Fell aus und formten daraus schrittweise einen einheitlichen Rassetyp. Bereits während der frühen britischen Katzenausstellungen im 19. Jahrhundert wurden solche Katzen präsentiert.
Die beiden Weltkriege ließen die Zuchtbestände stark schrumpfen. Um die Rasse zu erhalten, kreuzten Züchter zeitweise andere Katzen ein, darunter Perserkatzen. Dieser Einfluss trug vermutlich zum kräftigen Körper, zum runden Kopf und zur großen Farbvielfalt bei.
Langhaarige Jungtiere können aufgrund dieser züchterischen Vergangenheit weiterhin vorkommen. Sie werden heute als Britisch Langhaar beziehungsweise British Longhair geführt. Die Fédération Internationale Féline erkennt Britisch Kurzhaar und Britisch Langhaar als eigenständige Rassen an. Der aktuelle FIFe-Standard der Britisch Kurzhaar trägt den internationalen Code BSH. FIFe-Rasseprofil und Standard
Wie sieht eine Britisch Kurzhaar aus?
Die Britisch Kurzhaar besitzt einen kompakten und ausgesprochen kräftigen Körper. Ihre Brust ist breit, die Beine sind stabil und die Pfoten rund. Der mittellange bis kurze Schwanz endet in einer abgerundeten Spitze.
Besonders charakteristisch ist der runde Kopf. Dazu kommen:
- volle Wangen
- eine kurze, breite Nase
- kleine bis mittelgroße, abgerundete Ohren
- große, weit auseinanderstehende Augen
- ein kräftiges Kinn
- ein kurzer, muskulöser Hals
Erwachsene Kater entwickeln häufig deutlich ausgeprägtere Wangen als weibliche Katzen. Da die Rasse körperlich langsam reift, kann es zwei bis drei Jahre oder länger dauern, bis eine Britisch Kurzhaar ihre endgültige Statur erreicht.
Extreme Merkmale gehören jedoch nicht zum gesunden Ideal. Eine stark verkürzte Nase, verengte Atemwege oder übertriebene Gesichtsfalten sollten kein Zuchtziel sein.
Fell der Britisch Kurzhaar
Das Fell ist kurz, besonders dicht und fühlt sich durch die kräftige Unterwolle fest und plüschig an. Es soll vom Körper abstehen und nicht flach anliegen. Trotz des Namens kann eine Britisch Kurzhaar daher deutlich mehr Haare verlieren als eine gewöhnliche Kurzhaarkatze.
Welche Farben gibt es bei der Britisch Kurzhaar?
Die blaue Britisch Kurzhaar ist die bekannteste Variante. Umgangssprachlich wird sie gelegentlich noch als „Kartäuserkatze“ bezeichnet. Das ist jedoch ungenau: Die Chartreux beziehungsweise Kartäuserkatze ist eine eigenständige französische Rasse.
Neben Blau kommen zahlreiche weitere Farben und Muster vor:
- Schwarz
- Weiß
- Rot
- Creme
- Chocolate
- Lilac
- Cinnamon
- Fawn
- Blau
- Schildpatt
- Tabby
- Bicolor
- Tricolor
- Silver
- Golden
- Shaded oder Shell
- Colourpoint
Die Augenfarbe richtet sich zum Teil nach der Fellfarbe. Viele einfarbige Britisch Kurzhaar besitzen kupferfarbene bis orange Augen. Silver- und Golden-Varianten können grüne Augen haben, während Colourpoint-Katzen normalerweise blaue Augen zeigen.
Britisch Kurzhaar: Charakter und Wesen
Der typische Britisch-Kurzhaar-Charakter ist ruhig, freundlich und ausgeglichen. Viele Tiere bauen eine enge Bindung zu ihren Menschen auf, ohne ihnen ständig durch die Wohnung zu folgen. Sie beobachten das Familienleben gern von einem gemütlichen Platz aus und entscheiden häufig selbst, wann sie Kontakt wünschen.
Typische Eigenschaften sind:
- gelassen und geduldig
- menschenbezogen, aber nicht übermäßig fordernd
- intelligent und aufmerksam
- eher leise
- anpassungsfähig
- mäßig verspielt
- gegenüber Veränderungen teilweise zurückhaltend
Nicht jede Britisch Kurzhaar verhält sich gleich. Herkunft, Aufzucht, Alter, Erfahrungen und individuelle Persönlichkeit beeinflussen das Verhalten mindestens ebenso stark wie die Rasse.
Ist die Britisch Kurzhaar eine Schmusekatze?
Viele Britisch Kurzhaar genießen Streicheleinheiten und liegen gern in der Nähe ihrer Bezugsperson. Allerdings möchten nicht alle Tiere auf den Arm genommen oder dauerhaft auf dem Schoß gehalten werden. Ihre Zuneigung zeigen sie häufig, indem sie ihrem Menschen folgen, neben ihm schlafen oder ruhig seine Nähe suchen.
Gerade Kinder sollten lernen, diese Grenzen zu respektieren. Eine Katze darf niemals gegen ihren Willen festgehalten oder wie ein Stofftier behandelt werden.
Haltung einer Britisch Kurzhaar
Eine Britisch Kurzhaar lässt sich gut in der Wohnung halten, sofern diese abwechslungsreich und katzengerecht eingerichtet ist. Ruhiges Temperament bedeutet nicht, dass die Katze ohne Beschäftigung auskommt.
Zur Grundausstattung gehören:
- ein stabiler, ausreichend großer Kratzbaum
- erhöhte Liege- und Beobachtungsplätze
- Rückzugsorte
- mehrere Kratzflächen
- Jagd- und Intelligenzspielzeug
- Katzentoiletten an ruhigen Standorten
- getrennte Futter- und Wasserstellen
- eine sichere Transportbox
Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, Wohnungen mit verschiedenen nutzbaren Ebenen, Verstecken, Kratzmöglichkeiten und abwechslungsreicher Beschäftigung auszustatten. Auch Wohnungskatzen benötigen körperliche und geistige Anreize. Deutscher Tierschutzbund zur Katzenhaltung
Kann man eine Britisch Kurzhaar allein halten?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Ein gut sozialisiertes Kitten profitiert normalerweise von einem passenden Katzenpartner. Zwei junge Katzen können miteinander spielen, kommunizieren und sich gegenseitig beschäftigen. Deshalb geben viele seriöse Züchter einzelne Kitten nur ab, wenn im Haushalt bereits eine geeignete Katze lebt.
Eine ältere Britisch Kurzhaar kann dagegen an Einzelhaltung gewöhnt sein oder Artgenossen ablehnen. In diesem Fall kann ein ruhiger Einzelplatz sinnvoller sein. Entscheidend sind Vorgeschichte und Persönlichkeit der Katze – nicht allein ihre Rasse.
Menschen ersetzen einen Sozialpartner außerdem nicht vollständig. Wer tagsüber lange außer Haus ist, sollte die Haltung von zwei miteinander verträglichen Katzen besonders ernsthaft prüfen.
Passt die Britisch Kurzhaar zu Kindern?
Eine gut sozialisierte Britisch Kurzhaar kann zu einer Familie mit Kindern passen. Ihr gelassenes Wesen ist dabei von Vorteil. Trotzdem braucht sie jederzeit einen Rückzugsort, den Kinder nicht betreten.
Eltern sollten Begegnungen mit kleinen Kindern beaufsichtigen. Schwanzziehen, Hinterherjagen und unfreiwilliges Hochheben sind tabu.
Verträgt sich die Britisch Kurzhaar mit Hunden?
An einen ruhigen und katzenfreundlichen Hund kann sie sich häufig gewöhnen. Eine langsame Zusammenführung ist dabei wichtiger als die Rassezugehörigkeit. Zunächst sollten beide Tiere getrennte Bereiche besitzen und den Geruch des anderen kennenlernen können. Direkte Begegnungen erfolgen anschließend kurz und kontrolliert.
Freigang oder Wohnungshaltung?
Beides ist möglich. Ungesicherter Freigang bietet viele Reize, bringt jedoch Gefahren durch Verkehr, Parasiten, Giftstoffe und Auseinandersetzungen mit anderen Tieren mit sich.
Ein gesicherter Balkon, ein katzensicherer Garten oder ein Außengehege verbindet frische Luft mit einem geringeren Risiko. Fenster und Balkone müssen mit stabilen Schutzsystemen versehen sein. Kippfenster können für Katzen lebensgefährlich werden.
Beschäftigung und Bewegung
Britisch Kurzhaar wirken häufig gemütlich und schlafen viel. Gerade deshalb besteht die Gefahr, dass sie bei zu viel Futter und zu wenig Bewegung an Gewicht zunehmen.
Sinnvolle Beschäftigungen sind:
- kurze Jagdspiele mit einer Katzenangel
- Bälle und Spielmäuse
- Fummelbretter
- Futterpuzzles
- Clickertraining
- Kartons und Rascheltunnel
- wechselnde Klettermöglichkeiten
- die Suche nach kleinen Futterportionen
Mehrere kurze Spielrunden passen meist besser zu dieser Rasse als eine lange, sehr anstrengende Einheit. Nach dem Spiel sollte bewegliches Spielzeug mit Schnüren sicher weggeräumt werden.
Britisch Kurzhaar richtig füttern
Die Nahrung sollte zum Alter, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand passen. Ein hoher Preis oder der Begriff „Premium“ garantieren noch keine ausgewogene Zusammensetzung. Entscheidend ist, dass es sich um ein bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel für Katzen handelt.
Nassfutter kann zur Flüssigkeitsaufnahme beitragen. Zusätzlich sollten mehrere Wassernäpfe oder ein Trinkbrunnen bereitstehen. Wasser und Futter platziert man am besten nicht direkt neben der Katzentoilette.
Da die Britisch Kurzhaar zu Übergewicht neigen kann, sollte man:
- Futterportionen abwiegen
- Leckerlis in die Tagesration einrechnen
- das Gewicht regelmäßig kontrollieren
- auf die Körperform achten
- tägliche Bewegung fördern
Eine gesunde Katze besitzt von oben betrachtet eine erkennbare Taille. Die Rippen sollten sich unter einer dünnen Fettschicht ertasten lassen. Crashdiäten sind für Katzen gefährlich und gehören immer unter tierärztliche Aufsicht.
Pflege der Britisch Kurzhaar
Das dichte Fell benötigt trotz seiner kurzen Länge regelmäßige Pflege. Meist reicht es, die Katze einmal pro Woche zu bürsten. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
Zur Pflege gehören außerdem:
- Augen und Ohren regelmäßig kontrollieren
- Krallen bei Bedarf kürzen
- Zähne und Zahnfleisch beobachten
- möglichst früh an Zahnpflege gewöhnen
- Haut auf Schuppen, Knoten und Parasiten prüfen
Baden ist normalerweise nicht notwendig. Zu häufiges Waschen kann die natürliche Schutzschicht der Haut beeinträchtigen.
Gesundheit und Krankheiten der Britisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar gilt grundsätzlich als robuste Katze. Dennoch bestehen erbliche Gesundheitsrisiken. Besonders wichtig sind die hypertrophe Kardiomyopathie und die polyzystische Nierenerkrankung.
Hypertrophe Kardiomyopathie bei der Britisch Kurzhaar
Bei der hypertrophen Kardiomyopathie, kurz HCM, verdickt sich der Herzmuskel. Dadurch kann sich die Füllung und Pumpleistung des Herzens verschlechtern. Einige Katzen bleiben lange symptomfrei, während andere Atemnot, Schwäche, Blutgerinnsel oder Herzversagen entwickeln.
Die Britisch Kurzhaar zählt zu den Rassen mit erhöhter HCM-Anfälligkeit. Eine Untersuchung einer dänischen BKH-Gruppe stellte außerdem ein deutlich höheres Auftreten bei Katern fest. Die Forschenden empfahlen deshalb regelmäßige Herzultraschalluntersuchungen bei Zuchttieren. HCM-Studie bei Britisch Kurzhaar auf PubMed
Ein allgemeiner Gentest kann HCM bei der Britisch Kurzhaar derzeit nicht zuverlässig ausschließen. Der Herzultraschall durch einen entsprechend qualifizierten Tierarzt bleibt daher für die Zuchtvorsorge besonders wichtig. Auch unauffällige Elterntiere garantieren jedoch nicht, dass ein Jungtier niemals erkrankt.
Polyzystische Nierenerkrankung
Bei der polyzystischen Nierenerkrankung, kurz PKD, bilden sich flüssigkeitsgefüllte Zysten in den Nieren. Diese können mit der Zeit wachsen und die Nierenfunktion beeinträchtigen.
Für die bekannte PKD1-Variante steht ein DNA-Test zur Verfügung. Die University of California, Davis, führt diesen Test ausdrücklich auch für die British Shorthair auf. Verantwortungsvolle Züchter können damit verhindern, dass betroffene Tiere zur Weitergabe der Mutation eingesetzt werden. Veterinary Genetics Laboratory der UC Davis
Weitere mögliche Gesundheitsprobleme
Darüber hinaus können unter anderem folgende Probleme auftreten:
- Übergewicht
- Zahnstein und Zahnfleischentzündungen
- Gelenkbeschwerden
- Erkrankungen der Harnwege
- Atemprobleme bei extrem kurzer Nase
- altersbedingte Nierenprobleme
Appetitverlust, erschwerte Atmung, Lähmungserscheinungen, wiederholtes Erbrechen oder Probleme beim Urinieren sind keine rassetypischen Kleinigkeiten, sondern mögliche Notfälle. In solchen Fällen ist umgehend tierärztliche Hilfe erforderlich.
Wie alt wird eine Britisch Kurzhaar?
Die Lebenserwartung einer Britisch Kurzhaar liegt häufig bei ungefähr 12 bis 16 Jahren. Einige Tiere werden deutlich älter, während Erbkrankheiten, Übergewicht, Unfälle oder chronische Erkrankungen die Lebensdauer verkürzen können.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, passende Ernährung, Zahnpflege, Impfungen und eine sichere Haltung verbessern die Chancen auf ein langes Katzenleben.
Britisch Kurzhaar kaufen: Woran erkennt man seriöse Züchter?
Ein seriöser Züchter beantwortet Fragen offen und interessiert sich dafür, wo das Kitten künftig leben wird. Die Jungtiere wachsen im Haushalt auf, sind an Menschen und Alltagsgeräusche gewöhnt und wirken neugierig sowie gepflegt.
Vor dem Kauf sollten Interessenten folgende Nachweise verlangen:
- Stammbaum eines anerkannten Vereins
- Impfpass beziehungsweise Heimtierausweis
- Mikrochipnummer
- Kaufvertrag
- tierärztliches Gesundheitszeugnis
- PKD-Test der relevanten Zuchttiere
- aktuelle HCM-Ultraschallbefunde der Elterntiere
- Angaben zur Blutgruppe bei Zuchttieren
Nach den Zuchtregeln der FIFe dürfen Kitten nicht vor der 14. Lebenswoche in ihr neues Zuhause ziehen. Zu diesem Zeitpunkt müssen sie vollständig altersgerecht geimpft und per Mikrochip gekennzeichnet sein. FIFe-Zuchtregeln
Warnzeichen sind eine Übergabe auf einem Parkplatz, fehlende Gesundheitsunterlagen, ständig verfügbare Würfe, sehr junge Kitten und Verkaufsdruck. Auch ungewöhnlich niedrige Preise können auf schlechte Aufzucht oder illegalen Handel hindeuten.
Eine Alternative ist der Tierschutz. In Tierheimen und bei Rassekatzenhilfen warten gelegentlich Britisch Kurzhaar oder BKH-Mischlinge auf ein neues Zuhause.
Was kostet eine Britisch Kurzhaar?
Ein Britisch-Kurzhaar-Kitten aus verantwortungsvoller Zucht kostet häufig etwa 800 bis 1.500 Euro. Besondere Abstammungen oder aufwendige Zuchtprogramme können teurer sein. Der Preis allein beweist allerdings keine gute Zucht.
Hinzu kommen laufende Ausgaben für:
- hochwertiges Futter
- Katzenstreu
- Impfungen und Vorsorge
- Parasitenbehandlung
- Kastration
- Spielzeug und Kratzmöbel
- Tierbetreuung im Urlaub
- Versicherung oder tierärztliche Rücklagen
Der Deutsche Tierschutzbund veranschlagt für eine Katze über eine angenommene Lebensdauer von 16 Jahren mindestens rund 13.300 Euro. Unvorhersehbare Tierarztkosten und Versicherungen sind darin nicht vollständig enthalten. Kostenübersicht des Deutschen Tierschutzbundes
Ist die Britisch Kurzhaar für Allergiker geeignet?
Nein, die Britisch Kurzhaar gilt nicht als hypoallergen. Allergische Reaktionen entstehen meist nicht direkt durch die Haare, sondern durch Eiweiße in Speichel, Hautschuppen und anderen Körpersekreten. Diese verteilen sich beim Putzen im Fell und anschließend in der Wohnung.
Vor der Anschaffung sollten Allergiker mehrfach Zeit mit genau der betreffenden Katze verbringen. Auch ein Allergietest beim Arzt ist sinnvoll. Eine problemlose Begegnung bietet jedoch keine Garantie dafür, dass später keine Beschwerden auftreten.
Für wen eignet sich die Britisch Kurzhaar?
Die Britisch Kurzhaar passt gut zu Menschen, die eine ruhige und ausgeglichene Katze suchen. Sie kann sich für Familien, Berufstätige, Senioren und verantwortungsvolle Anfänger eignen.
Weniger passend ist sie für Personen, die:
- eine ständig aktive und akrobatische Katze erwarten
- ihr Tier häufig hochheben möchten
- kaum Zeit für Beschäftigung haben
- keine regelmäßigen Tierarztkosten tragen können
- von einer Katze bedingungslosen Körperkontakt erwarten
Auch eine unabhängige BKH braucht Zuwendung, Spiel, eine saubere Umgebung und verlässliche Versorgung.
Fazit zur Britisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar verbindet ein markantes Teddybär-Aussehen mit einem meist ruhigen und freundlichen Charakter. Ihr dichtes Fell ist relativ pflegeleicht, während ihr gemäßigter Bewegungsdrang gut zur Wohnungshaltung passt. Trotzdem benötigt sie tägliche Beschäftigung, ausreichend Platz und soziale Nähe.
Besonders wichtig ist die Herkunft. Seriöse Züchter untersuchen ihre Tiere auf PKD und lassen das Herz regelmäßig per Ultraschall kontrollieren. Wer diese Gesundheitsvorsorge, die laufenden Kosten und die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt, findet in der Britisch Kurzhaar häufig eine angenehme und langjährige Gefährtin.
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Häufig gestellte Fragen zur Britisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar wird mittelgroß bis groß. Kater sind meist deutlich kräftiger als weibliche Tiere. Ihr kompakter Körper lässt sie außerdem schwerer wirken, als es ihre Schulterhöhe vermuten lässt.
Weibliche Britisch Kurzhaar wiegen häufig etwa 3,5 bis 6 Kilogramm. Kater erreichen oft 5 bis 8 Kilogramm. Entscheidend ist jedoch der individuelle Körperbau. Ein hohes Gewicht darf nicht automatisch mit rassetypischer Masse verwechselt werden.
Ja, trotz ihres kurzen Fells können Britisch-Kurzhaar-Katzen relativ viele Haare verlieren. Der Grund ist ihre dichte Unterwolle. Während des saisonalen Fellwechsels nimmt der Haarverlust normalerweise zu.
Eine erwachsene Britisch Kurzhaar kann einige Stunden allein bleiben, sofern sie Beschäftigung und ausreichend Kontakt erhält. Kitten sollten jedoch nicht regelmäßig einen ganzen Arbeitstag allein verbringen. Bei jungen Katzen ist ein geeigneter Artgenosse meist die bessere Lösung.
Viele BKH sind anhänglich und lassen sich gern streicheln. Allerdings sitzen nicht alle gern auf dem Schoß oder lassen sich tragen. Häufig bevorzugen sie es, neben ihrer Bezugsperson zu liegen.
Im Vergleich zu einer Langhaarkatze ist die Fellpflege überschaubar. Dennoch braucht auch sie regelmäßiges Bürsten, Beschäftigung, Zahnpflege und tierärztliche Vorsorge. „Pflegeleicht“ bedeutet daher nicht anspruchslos.
Zu den wichtigsten erblichen Risiken gehören HCM und PKD. Außerdem können Übergewicht, Zahnprobleme und altersbedingte Erkrankungen auftreten. Beim Kauf sollten deshalb Gesundheitsnachweise der Elterntiere vorliegen.
Die Britisch Kurzhaar und die Chartreux sind zwei eigenständige Rassen. Eine blaue BKH wird zwar gelegentlich Kartäuser genannt, doch diese Bezeichnung ist fachlich nicht korrekt. Die Chartreux besitzt einen anderen Rassestandard und eine eigene Zuchtgeschichte.
Beide Rassen besitzen einen ähnlichen Körperbau und Charakter. Der deutlichste Unterschied ist die Felllänge. Britisch Langhaar tragen längeres Fell, das intensiver gebürstet werden muss.
Ein Kitten aus seriöser Zucht kostet häufig zwischen 800 und 1.500 Euro oder mehr. Zusätzlich müssen Halter mit laufenden Futter-, Streu- und Tierarztkosten rechnen. Über das gesamte Katzenleben übersteigen diese Ausgaben den Kaufpreis deutlich.
