Was macht Bosnien als Reiseziel so besonders? Welche Sehenswürdigkeiten sollte man nicht verpassen? Ist ein Urlaub in dem südosteuropäischen Land sicher? Und wie teuer sind Unterkünfte, Restaurants und Verkehrsmittel?
Bosnien begeistert mit historischen Städten, wilden Flüssen, bewaldeten Bergen und einer vielfältigen Kultur. Zu den bekanntesten Reisezielen gehören Sarajevo, Mostar, der Una-Nationalpark, die Wasserfälle von Kravica und der Wallfahrtsort Međugorje. Gleichzeitig gilt das Land noch immer als vergleichsweise preiswertes Reiseziel in Europa.
Der vollständige Staatsname lautet Bosnien und Herzegowina. Im Alltag wird häufig nur von Bosnien gesprochen. Genau genommen bezeichnet Bosnien jedoch vor allem den größeren nördlichen und zentralen Landesteil. Die Herzegowina liegt überwiegend im Süden.
Bosnien im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Offizieller Name | Bosnien und Herzegowina |
| Hauptstadt | Sarajevo |
| Lage | Südosteuropa, westlicher Balkan |
| Fläche | rund 51.200 Quadratkilometer |
| Bevölkerung | 3.531.159 Einwohner laut Volkszählung 2013 |
| Sprachen | Bosnisch, Kroatisch und Serbisch |
| Währung | Konvertible Mark, BAM oder KM |
| Staatsform | Parlamentarische Republik mit komplexer föderaler Struktur |
| Nachbarländer | Kroatien, Serbien und Montenegro |
| Zugang zum Meer | rund 20 Kilometer Küste bei Neum |
| Zeitzone | Mitteleuropäische Zeit |
| Kfz-Kennzeichen | BIH |
| Internet-Endung | .ba |
Die letzte landesweite Volkszählung fand 2013 statt. Deshalb sollte die damalige Einwohnerzahl nicht mit einer aktuellen Bevölkerungsschätzung verwechselt werden. Die Statistikbehörde von Bosnien und Herzegowina weist für die Volkszählung 3.531.159 Einwohner aus.
Wo liegt Bosnien?
Bosnien und Herzegowina liegt auf der Balkanhalbinsel im Südosten Europas. Das Land grenzt im Norden, Westen und Südwesten an Kroatien. Im Osten liegen Serbien und Montenegro.
Obwohl Bosnien häufig als Binnenland wahrgenommen wird, besitzt der Staat bei Neum einen schmalen Zugang zur Adria. Der Küstenabschnitt ist nur etwa 20 Kilometer lang. Neum ist deshalb der wichtigste Badeort des Landes.
Große Teile Bosniens sind gebirgig. Dichte Wälder, tiefe Schluchten, klare Flüsse und Wasserfälle prägen die Landschaft. Zu den wichtigsten Flüssen gehören die Bosna, Drina, Neretva, Una, Vrbas und Sava.
Was ist der Unterschied zwischen Bosnien und Herzegowina?
Bosnien und Herzegowina besteht aus zwei historischen Regionen. Bosnien umfasst den größeren nördlichen und zentralen Teil des Landes. Die Herzegowina liegt im Süden und besitzt ein wärmeres, teilweise mediterran geprägtes Klima.
Eine genaue politische oder administrative Grenze zwischen den beiden Regionen gibt es nicht. Sie sind historische und geografische Bezeichnungen. Der offizielle Staat trägt beide Namen.
Die Herzegowina ist vor allem für Mostar, Međugorje, Blagaj, Počitelj und die Kravica-Wasserfälle bekannt. Sarajevo, Travnik, Jajce, Banja Luka und Bihać liegen dagegen in Bosnien.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bosnien
Bosnien bietet eine ungewöhnliche Mischung aus osmanischer Architektur, Bauwerken aus der österreichisch-ungarischen Zeit, jugoslawischer Geschichte und beeindruckenden Naturlandschaften.
Sarajevo: Hauptstadt zwischen Orient und Europa
Sarajevo ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes. In der Altstadt Baščaršija stehen Moscheen, kleine Werkstätten, Kaffeehäuser und traditionelle Restaurants dicht beieinander.
Nur wenige Straßen weiter verändert sich das Stadtbild. Dort dominieren Gebäude aus der österreichisch-ungarischen Zeit. Dieser sichtbare Übergang zwischen unterschiedlichen Epochen gehört zu den Besonderheiten Sarajevos.
Sehenswert sind unter anderem:
- die Altstadt Baščaršija
- der Sebilj-Brunnen
- die Gazi-Husrev-Beg-Moschee
- die Lateinerbrücke
- das historische Rathaus Vijećnica
- die Seilbahn auf den Berg Trebević
- der Tunnel der Hoffnung
- die ehemalige Bobbahn der Olympischen Winterspiele von 1984
Sarajevo ist außerdem für seine religiöse Vielfalt bekannt. Moscheen, katholische und orthodoxe Kirchen sowie eine Synagoge liegen vergleichsweise nah beieinander.
Mostar und die berühmte Brücke Stari Most
Mostar ist eine der meistbesuchten Städte in Bosnien und Herzegowina. Das Wahrzeichen der Stadt ist die bogenförmige Brücke Stari Most über die Neretva.
Die historische Brücke wurde im 16. Jahrhundert errichtet, während des Bosnienkrieges 1993 zerstört und später rekonstruiert. Seit 2005 gehört der Bereich rund um die Brücke zum UNESCO-Welterbe. Die UNESCO beschreibt Mostar als eine Stadt, in der osmanische und österreichisch-ungarische Einflüsse sichtbar aufeinandertreffen.
Von den Aussichtspunkten rund um die Altstadt öffnet sich der Blick auf die Brücke, die steinernen Häuser und das grünblaue Wasser der Neretva. Allerdings kann es in der Altstadt während der Hauptsaison sehr voll werden. Ein Besuch am frühen Morgen oder am Abend ist meist angenehmer.
Blagaj und die Quelle der Buna
Etwa zwölf Kilometer südöstlich von Mostar liegt Blagaj. Dort tritt die Buna direkt unter einer steilen Felswand aus einer Karstquelle hervor.
Neben der Quelle steht eine historische Derwisch-Tekke. Das Zusammenspiel aus Wasser, Felsen und osmanischer Architektur macht Blagaj zu einem beliebten Ausflugsziel. Entlang des Flusses befinden sich mehrere Restaurants, die unter anderem Forelle anbieten.
Kravica-Wasserfälle
Die Kravica-Wasserfälle liegen im Süden der Herzegowina nahe Ljubuški. Das Wasser stürzt über eine breite Kalksteinkante in ein natürliches Becken.
Im Sommer ist Kravica ein beliebter Ort zum Schwimmen und Entspannen. Im Frühjahr führen die Wasserfälle meist besonders viel Wasser. Dann ist die Landschaft eindrucksvoll, das Baden kann jedoch eingeschränkt sein.
Jajce und der Wasserfall im Stadtzentrum
Jajce besitzt eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Direkt unterhalb der Altstadt fällt der Fluss Pliva in den Vrbas.
Oberhalb des Wasserfalls befinden sich eine Festung, historische Stadttore und mittelalterliche Katakomben. Wenige Kilometer entfernt liegen die Pliva-Seen und alte Wassermühlen. Dadurch eignet sich Jajce sowohl für Kulturreisen als auch für einen Aufenthalt in der Natur.
Una-Nationalpark
Der Una-Nationalpark im Nordwesten Bosniens schützt die Landschaft entlang der Flüsse Una, Unac und Krka. Besonders bekannt sind der Štrbački-Buk-Wasserfall und die Kaskaden bei Martin Brod.
Die Region bietet Möglichkeiten zum Wandern, Rafting, Kajakfahren und Fotografieren. Bihać eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark.
Počitelj
Počitelj liegt an einem Hang über der Neretva, südlich von Mostar. Der historische Ort ist für seine steinernen Häuser, die Hadži-Alija-Moschee und eine Festung bekannt.
Von den oberen Teilen der Anlage reicht der Blick weit über das Tal. Die UNESCO führt den historischen Stadtkern von Počitelj auf der Vorschlagsliste für mögliche zukünftige Welterbestätten.
Travnik
Travnik war während der osmanischen Herrschaft zeitweise Sitz der bosnischen Wesire. Heute erinnern die Festung, Moscheen und traditionelle Häuser an diese Epoche.
Bekannt ist die Stadt außerdem als Geburtsort des Literaturnobelpreisträgers Ivo Andrić. Eine regionale Spezialität ist der Travnički sir, ein meist aus Schafsmilch hergestellter Weißkäse.
Banja Luka
Banja Luka ist die zweitgrößte Stadt des Landes und das Verwaltungszentrum der Republika Srpska. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Festung Kastel, die wiederaufgebaute Ferhadija-Moschee und die Christ-Erlöser-Kathedrale.
Der Fluss Vrbas ist besonders bei Rafting-Fans beliebt. Südlich der Stadt beginnt eine Landschaft mit Schluchten, Wäldern und kleineren Ortschaften.
Essen in Bosnien: typische Gerichte
Die bosnische Küche verbindet osmanische, mediterrane, österreichisch-ungarische und südslawische Einflüsse. Fleisch, gefülltes Gemüse, Teigwaren, Suppen und langsam gegarte Gerichte spielen eine wichtige Rolle.
Typische Speisen sind:
- Ćevapi: kleine gegrillte Hackfleischröllchen, häufig mit Fladenbrot, Zwiebeln und Kajmak serviert
- Burek: mit Fleisch gefülltes Blätterteiggebäck
- Sirnica: Teiggebäck mit Käsefüllung
- Zeljanica: Variante mit Spinat und Käse
- Begova čorba: kräftige Suppe mit Hühnerfleisch und Okra
- Dolma: gefülltes Gemüse
- Klepe: kleine gefüllte Teigtaschen
- Bosanski lonac: traditioneller Eintopf mit Fleisch und Gemüse
- Tufahija: mit Walnüssen gefüllter, in Zuckerwasser gegarter Apfel
- Baklava: süßes Gebäck aus dünnem Teig, Nüssen und Sirup
Bosnischer Kaffee wird langsam in einer kleinen Metallkanne zubereitet. Er ähnelt türkischem Kaffee, besitzt jedoch eine eigene Serviertradition. Häufig werden Zuckerwürfel und eine kleine Süßigkeit dazu gereicht.
Währung und Bezahlen in Bosnien
Die Landeswährung ist die Konvertible Mark. Ihre internationale Abkürzung lautet BAM, im Alltag steht auf Preisen meistens KM.
Der Wechselkurs zum Euro ist festgelegt:
- 1 Euro entspricht 1,95583 KM
- 1 KM entspricht rund 0,51 Euro
Die feste Bindung bestätigt die Zentralbank von Bosnien und Herzegowina.
In touristischen Betrieben werden teilweise Euro akzeptiert. Reisende sollten sich darauf jedoch nicht verlassen. Wechselgeld wird häufig in Konvertiblen Mark ausgegeben.
Kreditkarten funktionieren in größeren Hotels, Supermärkten und Restaurants. Für Märkte, kleine Cafés, Parkplätze und ländliche Gebiete ist Bargeld weiterhin wichtig.
Ist Bosnien ein günstiges Reiseland?
Im Vergleich zu vielen west- und nordeuropäischen Ländern ist Bosnien häufig preiswert. Wie hoch die Kosten tatsächlich ausfallen, hängt von Stadt, Saison und Reisestil ab.
Sarajevo und Mostar sind in touristischen Lagen meist teurer als kleinere Orte. Dennoch bleiben Mahlzeiten, Kaffee, Busfahrten und private Unterkünfte oft erschwinglich.
Bei extrem günstigen Mietwagen, Touren oder Unterkünften sollten Reisende genau prüfen, welche Leistungen im Preis enthalten sind. Zusatzgebühren, Versicherungen und Stornierungsbedingungen können den Endpreis deutlich erhöhen.
Beste Reisezeit für Bosnien
Die beste Reisezeit richtet sich nach den geplanten Aktivitäten.
Frühling
April bis Juni eignet sich gut für Rundreisen, Stadtbesichtigungen und Wanderungen. Die Landschaft ist grün, Flüsse und Wasserfälle führen viel Wasser. Allerdings kann das Wetter wechselhaft sein.
Sommer
Juli und August sind besonders warm. In Mostar und der Herzegowina steigen die Temperaturen regelmäßig deutlich über 30 Grad. Bergregionen sind meist etwas kühler.
Herbst
September und Oktober bieten häufig angenehme Temperaturen und weniger Besucher. Diese Monate eignen sich gut für Kulturreisen und Wanderungen.
Winter
Bosnien besitzt mehrere Wintersportgebiete. Jahorina und Bjelašnica wurden bereits bei den Olympischen Winterspielen 1984 genutzt. Die Schneeverhältnisse können jedoch von Jahr zu Jahr stark schwanken.
Einreise nach Bosnien
Deutsche Staatsangehörige können nach den aktuellen Angaben des Auswärtigen Amtes grundsätzlich mit einem Reisepass, einem vorläufigen Reisepass oder einem Personalausweis einreisen. Ein vorläufiger Personalausweis reicht dagegen nicht aus.
Die Reisedokumente müssen bei der Ausreise noch mindestens drei Monate gültig sein. Für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten ist normalerweise kein Visum erforderlich. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise des Auswärtigen Amtes kurz vor der Abfahrt erneut prüfen.
Wer mit dem Auto fährt, sollte außerdem Fahrzeugpapiere, Führerschein und einen gültigen Versicherungsnachweis mitnehmen.
Wie sicher ist ein Urlaub in Bosnien?
Die üblichen touristischen Regionen können grundsätzlich bereist werden. In belebten Bereichen, öffentlichen Verkehrsmitteln und an Sehenswürdigkeiten besteht wie in vielen Reiseländern ein Risiko für Taschendiebstahl.
Eine besondere Gefahr bilden weiterhin nicht geräumte Minen und Blindgänger aus dem Krieg. Das betrifft vor allem abgelegene Gebiete, frühere Frontlinien, zerstörte Gebäude und nicht markierte Flächen.
Deshalb gilt:
- markierte Straßen und Wanderwege nicht verlassen
- Warnschilder und Absperrungen beachten
- unbekannte Ruinen nicht betreten
- in abgelegenen Regionen ortskundige Begleitung nutzen
- nicht auf unbefestigten Flächen campen
- aktuelle lokale Hinweise prüfen
Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich davon ab, in verminten oder nicht eindeutig freigegebenen Gebieten von befestigten Wegen abzuweichen.
Bosniens Geschichte kurz erklärt
Bosnien besitzt eine lange und komplexe Geschichte. Im Mittelalter existierte ein eigenständiges bosnisches Königreich. Ab dem 15. Jahrhundert stand das Gebiet mehrere Jahrhunderte unter osmanischer Herrschaft.
1878 übernahm Österreich-Ungarn die Verwaltung. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo wurde zum unmittelbaren Auslöser des Ersten Weltkrieges.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Bosnien und Herzegowina zur Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Im Zuge des Zerfalls Jugoslawiens erklärte das Land 1992 seine Unabhängigkeit.
Darauf folgte der Bosnienkrieg von 1992 bis 1995. Der Krieg verursachte massive Zerstörungen, Vertreibungen und schwere Verbrechen. Das Massaker von Srebrenica im Juli 1995 wurde von internationalen Gerichten als Völkermord eingestuft.
Das Friedensabkommen von Dayton beendete den Krieg Ende 1995. Es schuf zugleich die bis heute bestehende, besonders komplexe staatliche Ordnung.
Wie ist Bosnien und Herzegowina politisch aufgebaut?
Der Staat besteht hauptsächlich aus zwei sogenannten Entitäten:
- der Föderation Bosnien und Herzegowina
- der Republika Srpska
Hinzu kommt der Brčko-Distrikt mit einem besonderen Verwaltungsstatus. Auf gesamtstaatlicher Ebene gibt es unter anderem ein Parlament, einen Ministerrat und ein dreiköpfiges Staatspräsidium.
Die drei Mitglieder des Präsidiums vertreten Bosniaken, Kroaten und Serben. Dieses System sollte nach dem Krieg einen Ausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen ermöglichen. Gleichzeitig erschwert die große Zahl politischer Ebenen häufig schnelle Entscheidungen.
Welche Sprachen spricht man in Bosnien?
Bosnisch, Kroatisch und Serbisch sind die offiziellen beziehungsweise verfassungsrechtlich verwendeten Sprachen. Sie sind eng miteinander verwandt und im Alltag weitgehend gegenseitig verständlich.
Bosnisch und Kroatisch werden überwiegend mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Serbisch kann sowohl in lateinischer als auch in kyrillischer Schrift erscheinen. In touristischen Gebieten sprechen viele jüngere Menschen Englisch. Wegen der großen bosnischen Diaspora sind außerdem Deutschkenntnisse verbreitet.
Warum lohnt sich eine Reise nach Bosnien?
Bosnien eignet sich besonders für Menschen, die Natur, Geschichte und regionale Küche miteinander verbinden möchten. Innerhalb einer Reise lassen sich lebhafte Altstädte, ruhige Berglandschaften, Flüsse, Wasserfälle und kleine Dörfer entdecken.
Besonders reizvoll ist eine Route von Sarajevo über Travnik und Jajce bis nach Bihać. Eine zweite beliebte Strecke führt von Sarajevo über Mostar nach Blagaj, Počitelj, Kravica und Trebinje.
Wer genügend Zeit mitbringt, sollte Bosnien nicht nur als kurzen Zwischenstopp auf einer Balkanreise betrachten. Viele interessante Orte liegen außerhalb der bekanntesten touristischen Zentren.
Fazit: Bosnien bietet Kultur, Natur und bewegende Geschichte
Bosnien ist ein vielseitiges Reiseziel mit historischen Städten, eindrucksvollen Landschaften und herzlicher Gastfreundschaft. Sarajevo und Mostar sind die bekanntesten Ziele, doch auch Jajce, Travnik, Blagaj, Počitelj und der Una-Nationalpark verdienen Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig bleibt die jüngere Geschichte des Landes vielerorts sichtbar. Wer respektvoll reist, ausgewiesene Wege nutzt und sich vorab über Einreise sowie Sicherheit informiert, kann Bosnien auf einer individuellen Rundreise intensiv kennenlernen.
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Häufige Fragen über Bosnien
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Bosnien häufig als Kurzform für den gesamten Staat verwendet. Genau genommen ist Bosnien jedoch nur eine der beiden historischen Regionen. Der offizielle Name des Landes lautet Bosnien und Herzegowina.
Sarajevo ist die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Die Stadt liegt in einem Tal am Fluss Miljacka und ist das politische sowie kulturelle Zentrum des Landes.
Nein. Bosnien und Herzegowina gehört derzeit nicht zur Europäischen Union. Das Land besitzt den Status eines EU-Beitrittskandidaten.
Manche Hotels, Restaurants und Geschäfte in touristischen Orten akzeptieren Euro. Die offizielle Währung ist jedoch die Konvertible Mark. Für kleinere Einkäufe sollte man deshalb Bargeld in KM mitführen.
Bosnien ist im europäischen Vergleich häufig günstig. Unterkünfte, Restaurantbesuche und öffentliche Verkehrsmittel kosten meist weniger als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. In stark besuchten Bereichen von Mostar und Sarajevo können die Preise höher liegen.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist wahrscheinlich die Brücke Stari Most in Mostar. Auch die Altstadt von Sarajevo, der Una-Nationalpark, die Kravica-Wasserfälle und der Wallfahrtsort Međugorje ziehen viele Besucher an.
Ja. Bosnien und Herzegowina besitzt bei Neum einen kurzen Küstenabschnitt an der Adria. Er ist etwa 20 Kilometer lang.
Für Sarajevo und Mostar reichen mindestens vier bis fünf Tage. Für eine Rundreise mit Jajce, Bihać, dem Una-Nationalpark und mehreren Orten in der Herzegowina sind sieben bis vierzehn Tage empfehlenswert.
