Paul Gauselmann gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Unternehmern der Nachkriegszeit. Der Gründer der früheren Gauselmann Gruppe, die heute als Merkur Group bekannt ist, baute aus einem kleinen Automatenbetrieb ein internationales Glücksspielunternehmen auf. Mit Spielautomaten, Spielhallen, Spielbanken und weiteren Geschäftsbereichen erwirtschaftete seine Unternehmensgruppe Milliardenumsätze. Deshalb wurde er häufig als „Automatenkönig“ bezeichnet.
Am 21. August 2026 starb Paul Gauselmann im Alter von 91 Jahren, nur fünf Tage vor seinem 92. Geburtstag. Sein Tod löste besonders in der deutschen Automatenwirtschaft und seiner Wahlheimat Espelkamp große Anteilnahme aus. Der Unternehmer hinterließ seine Ehefrau Karin, vier Söhne, neun Enkelkinder und sieben Urenkel.
Neben seiner beeindruckenden Karriere interessierten sich viele Menschen für das Privatleben und das Vermögen von Paul Gauselmann. Medien schätzten seinen Reichtum auf mehrere Milliarden Euro. Gleichzeitig engagierte er sich über Jahrzehnte für soziale Einrichtungen, Sportvereine und regionale Projekte.
Doch wie begann seine Karriere? Wie reich war Paul Gauselmann wirklich? Und wer führt sein Unternehmen nach seinem Tod weiter?
Paul Gauselmann im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Vollständiger Name | Paul Gauselmann |
| Geburtsdatum | 26. August 1934 |
| Geburtsort | Borghorst, Westfalen |
| Sterbedatum | 21. August 2026 |
| Alter beim Tod | 91 Jahre |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Unternehmer, Erfinder |
| Bekannt durch | Gründer der Gauselmann Gruppe |
| Unternehmen | Merkur Group |
| Ehefrau | Karin Gauselmann |
| Kinder | Vier Söhne |
| Enkelkinder | Neun |
| Urenkel | Sieben |
| Vermögensschätzung | Etwa 2,3 bis 3,5 Milliarden Euro |
| Langjähriger Wohnort | Espelkamp, Nordrhein-Westfalen |
| Auszeichnung | Bundesverdienstkreuz 1. Klasse |
Wer war Paul Gauselmann?
Paul Gauselmann war ein deutscher Unternehmer, Erfinder und Gründer eines der bekanntesten Glücksspielkonzerne Europas. Seine Erfolgsgeschichte begann 1957, als er neben seiner regulären Arbeit Musikautomaten aufstellte. Aus dieser kleinen Geschäftsidee entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte ein international tätiges Unternehmen.
Besonders bekannt wurde Gauselmann durch seine Spielautomaten der Marke Merkur. Das Markenzeichen, die lachende Merkur-Sonne, entwickelte sich zu einem der bekanntesten Symbole der Branche.
Darüber hinaus galt er als technisch interessierter Unternehmer. Im Laufe seiner Karriere entstanden zahlreiche Entwicklungen und mehrere Hundert Patente im Umfeld seines Unternehmens.
Paul Gauselmann führte die Unternehmensgruppe über 67 Jahre und zog sich erst zum 1. Oktober 2024 aus der operativen Konzernspitze zurück.
Paul Gauselmann: Kindheit, Eltern und Ausbildung
Paul Gauselmann wurde am 26. August 1934 in Borghorst bei Münster geboren. Seine Kindheit war von schwierigen familiären Umständen und den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt.
Bereits im Alter von zwei Jahren verlor er seine Mutter. Anschließend wuchs er bei Verwandten in Münster auf, getrennt von seinem Vater und seinen vier Brüdern.
Während des Krieges erlebte er Bombenangriffe und wirtschaftliche Not. Diese Erfahrungen beeinflussten seine Einstellung zu Arbeit, finanzieller Sicherheit und persönlicher Unabhängigkeit.
Trotz dieser schwierigen Bedingungen entwickelte er früh ein ausgeprägtes technisches Interesse. Im Jahr 1950 beendete er seine Schulzeit als Jahrgangsbester und begann eine Ausbildung zum Fernmelderevisor.
Anschließend arbeitete er in technischen Berufen und übernahm bereits in jungen Jahren Führungsverantwortung.
1956 wechselte Paul Gauselmann zu einem Unternehmen in Coesfeld, das unter anderem amerikanische Wurlitzer-Musikboxen importierte. Dort beschäftigte er sich intensiv mit der Technik von Musikautomaten.
Schließlich entwickelte er eine Fernwahlbox für deutsche Musikboxen. Diese Erfindung wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt seiner späteren Unternehmerkarriere.
Wie gründete Paul Gauselmann sein Unternehmen?
Die eigentliche Unternehmensgeschichte begann im Jahr 1957. Damals machte sich Paul Gauselmann nebenberuflich als Aufsteller von Musikautomaten selbstständig.
Er startete mit 17 Musikboxen und verfügte kaum über eigenes Kapital. Dennoch erkannte er früh das wirtschaftliche Potenzial automatisierter Unterhaltung.
Mit zunehmender Nachfrage erweiterte er sein Geschäft. Im Jahr 1964 entschied er sich schließlich für die vollständige Selbstständigkeit.
Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte sein Unternehmen bereits 15 Mitarbeiter und betrieb Automaten an rund 300 Aufstellplätzen in der Gastronomie.
Seine Geschäftsstrategie beruhte auf mehreren Faktoren: technischen Verbesserungen, zuverlässigem Service, innovativen Automaten und dem kontinuierlichen Ausbau seiner Standorte.
Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 1974, als Gauselmann seine erste eigene Spielothek im niedersächsischen Delmenhorst eröffnete.
Er wollte damit ein anderes Konzept für Spielhallen etablieren. Statt einfacher Automatenräume setzte er auf eine hochwertigere Einrichtung, geschultes Personal und ein angenehmes Umfeld.
1977 brachte seine Unternehmensgruppe den selbst entwickelten Geldspielautomaten „Merkur B“ auf den Markt. Dieses Gerät wurde zu einem wichtigen Meilenstein der Firmengeschichte und trug entscheidend zum Wachstum bei.
Die Merkur Group: Das Lebenswerk von Paul Gauselmann
Die Merkur Group ist das wichtigste wirtschaftliche Vermächtnis von Paul Gauselmann. Aus seinem ursprünglichen Automatenbetrieb entstand ein Konzern mit zahlreichen nationalen und internationalen Geschäftsaktivitäten.
Das Unternehmen beschäftigt sich unter anderem mit der Entwicklung und Herstellung von Spielautomaten, dem Betrieb von Spielstätten, Spielbanken, Sportwetten, Online-Glücksspiel und technischen Dienstleistungen.
Im Jahr 2024 erfolgte die Umbenennung der früheren Gauselmann Gruppe in Merkur Group. Damit sollte insbesondere die internationale Ausrichtung der bekannten Marke Merkur gestärkt werden.
Die Unternehmensgruppe beschäftigte rund 15.000 Menschen. Bei seinem Rückzug im Jahr 2024 berichtete das Unternehmen von einem Gesamtumsatz von ungefähr vier Milliarden Euro, wobei zwischen Gesamtumsatz und Außenumsatz unterschieden werden muss.
Im offiziellen Nachruf vom August 2026 wurde ein Gesamtumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro genannt. Diese unterschiedlich datierten Kennzahlen sollten nicht ohne Berücksichtigung der jeweiligen Berichtsgrundlage miteinander verglichen werden.
Wichtige Meilensteine seiner Karriere
| Jahr | Ereignis |
| 1934 | Geburt in Borghorst |
| 1956 | Entwicklung einer Fernwahlbox |
| 1957 | Beginn der nebenberuflichen Selbstständigkeit |
| 1964 | Vollständige Selbstständigkeit |
| 1974 | Eröffnung der ersten Spielothek |
| 1977 | Markteinführung des Merkur B |
| 2003 | Bundesverdienstkreuz 1. Klasse |
| 2004 | Ehrenbürger von Espelkamp und Lübbecke |
| 2016 | Übertragung der Unternehmensanteile an die Familienstiftung |
| 2024 | Rückzug aus der Konzernspitze |
| 2026 | Tod im Alter von 91 Jahren |
Paul Gauselmann Vermögen: Wie reich war der Unternehmer?
Das Vermögen von Paul Gauselmann wurde in Medienberichten auf ungefähr 2,3 bis 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Damit gehörte er zu den vermögendsten Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands.
Allerdings handelt es sich bei diesen Beträgen nicht um offiziell bestätigte Angaben zu seinem persönlichen Kontostand oder frei verfügbaren Privatvermögen. Der wirtschaftliche Wert der Unternehmensgruppe und die Eigentumsverhältnisse der Familienstiftung spielen bei einer solchen Bewertung eine wichtige Rolle.
Sein wirtschaftlicher Erfolg entstand vor allem durch den jahrzehntelangen Ausbau der Merkur Group.
Wichtige Geschäftsbereiche waren:
- Herstellung und Vertrieb von Geldspielautomaten
- Betrieb von Spielhallen und Spielbanken
- Internationale Glücksspielangebote
- Sportwetten und digitale Spielangebote
- Technische Entwicklung und Dienstleistungen
Dabei darf der Umsatz der Merkur Group nicht mit dem Privatvermögen ihres Gründers gleichgesetzt werden. Auch Unternehmenswerte, Gewinne und persönliche Vermögenswerte sind unterschiedliche wirtschaftliche Größen.
War Paul Gauselmann Milliardär?
Ja, Paul Gauselmann wurde aufgrund der veröffentlichten Vermögensschätzungen als Milliardär eingeordnet.
Sein Vermögen war jedoch eng mit dem von ihm aufgebauten Unternehmensimperium verbunden. Deshalb lässt sich nicht zuverlässig bestimmen, über welche Summe er privat und unmittelbar verfügen konnte.
Paul Gauselmann Ehefrau: Wer ist Karin Gauselmann?
Karin Gauselmann war über viele Jahrzehnte die Ehefrau und enge Vertraute des Unternehmers. Beide lernten sich 1967 während eines Winterurlaubs kennen.
Später zog Karin zu Paul Gauselmann nach Espelkamp und wurde ein wichtiger Bestandteil seines Familienlebens.
Für den Unternehmer spielte die Familie eine zentrale Rolle. Trotz seiner anspruchsvollen Tätigkeit als Konzernchef betonte er immer wieder die Bedeutung seiner Angehörigen.
Paul Gauselmann war bereits vor seiner Beziehung mit Karin verheiratet gewesen. Seine erste Ehefrau Elisabeth starb 1965. Aus dieser Ehe stammten seine drei älteren Söhne.
Gemeinsam mit Karin bekam er später einen weiteren Sohn.
Das Ehepaar engagierte sich außerdem über viele Jahre für soziale und gemeinnützige Projekte.
Paul Gauselmann Kinder: Wie viele Söhne hatte er?
Paul Gauselmann war Vater von vier Söhnen. Ihre Namen lauten:
- Peter Gauselmann
- Michael Gauselmann
- Armin Gauselmann
- Karsten Gauselmann
Peter, Michael und Armin stammen aus seiner ersten Ehe. Karsten wurde 1969 geboren und ist der gemeinsame Sohn von Paul und Karin Gauselmann.
Besonders Michael Gauselmann übernahm eine wichtige Rolle innerhalb der Unternehmensgruppe.
Im Jahr 2024 wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie des Vorstands der Gauselmann-Familienstiftung.
Damit wurde die langfristige Verbindung zwischen der Unternehmerfamilie und dem Konzern weiter gesichert.
Paul Gauselmann hinterließ außerdem neun Enkelkinder und sieben Urenkel.
Warum zog sich Paul Gauselmann 2024 zurück?
Am 1. Oktober 2024 endete eine außergewöhnlich lange Führungskarriere. Nach 67 Jahren an der Spitze übergab Paul Gauselmann seine Aufgaben an die nächste Führungsgeneration.
Zu diesem Zeitpunkt war er bereits 90 Jahre alt.
Die operative Führung übernahm Lars Felderhoff als neuer Vorstandssprecher. Gleichzeitig wurde Michael Gauselmann Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Stiftungsvorstands.
Dieser Schritt war langfristig vorbereitet und sollte die Zukunft des Unternehmens unabhängig von der Person seines Gründers sichern.
Bereits 2016 waren die Anteile der Familienunternehmen auf die Gauselmann-Familienstiftung übertragen worden.
Die Stiftung wurde damit zur Eigentümerin der heutigen Merkur Group.
Durch diese Konstruktion sollte der Konzern langfristig zusammengehalten und die Kontinuität des Familienunternehmens gewährleistet werden.
Paul Gauselmann gestorben: Wann und woran starb er?
Paul Gauselmann starb am Freitag, dem 21. August 2026, im Alter von 91 Jahren.
Die Merkur Group bestätigte seinen Tod noch am selben Tag in einer offiziellen Mitteilung. Der Unternehmer verstarb nur fünf Tage vor seinem 92. Geburtstag.
Eine konkrete medizinische Todesursache wurde in der offiziellen Mitteilung nicht genannt. Deshalb wäre es unseriös, über bestimmte Erkrankungen oder gesundheitliche Umstände zu spekulieren.
Sein Tod bedeutete einen Einschnitt für die Merkur Group, obwohl die operative Nachfolge bereits 2024 geregelt worden war.
Besonders in Espelkamp und Lübbecke, wo der Unternehmer über Jahrzehnte wirtschaftlich und gesellschaftlich aktiv gewesen war, wurde seiner gedacht.
Am 11. September 2026 fand auf Schloss Benkhausen eine große Gedenkfeier statt. Mehr als 600 Gäste aus Familie, Wirtschaft, Politik, Verbänden und Belegschaft nahmen Abschied.
Soziales Engagement und Paul-und-Karin-Gauselmann-Stiftung
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit unterstützte Paul Gauselmann zahlreiche gemeinnützige Projekte.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Karin förderte er insbesondere Einrichtungen und Initiativen in Ostwestfalen.
Dazu gehörten Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur, Sport und Kinderbetreuung.
Besonders bemerkenswert waren seine größeren Spenden an die Städte Espelkamp und Lübbecke.
So finanzierte er unter anderem zwei Kindertagesstätten in Espelkamp mit rund sechs Millionen Euro. Darüber hinaus unterstützte er die Stadt mit 8,7 Millionen Euro und stellte der Nachbarstadt Lübbecke weitere fünf Millionen Euro zur Verfügung.
Nach Angaben des Unternehmens erreichten diese umfangreichen Hilfen innerhalb weniger Monate insgesamt rund 20 Millionen Euro.
Außerdem unterstützte er zahlreiche Sportvereine. Eine besondere Leidenschaft entwickelte er für Tennis.
Auch der Erhalt historischer Gebäude gehörte zu seinem Engagement. Zu den bekanntesten Projekten zählt Schloss Benkhausen, das zu einem modernen Schulungs- und Veranstaltungsort entwickelt wurde.
Kritik an Paul Gauselmanns und der Glücksspielbranche
Trotz seines wirtschaftlichen Erfolgs war Paul Gauselmanns nicht unumstritten.
Der wichtigste Kritikpunkt betraf die gesellschaftlichen Folgen des kommerziellen Glücksspiels. Spielautomaten und andere Glücksspielangebote können problematisches Spielverhalten und Abhängigkeit fördern.
Deshalb diskutieren Politik, Suchthilfeorganisationen und Öffentlichkeit seit vielen Jahren über strengere Regeln, Spielerschutz und die Verantwortung der Anbieter.
Auch einzelne Sponsoringaktivitäten des Konzerns lösten Diskussionen aus. Beispielsweise war der Erwerb der Namensrechte an der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena im Jahr 2018 umstritten.
Gleichzeitig verwies die Unternehmensseite auf Arbeitsplätze, technologische Entwicklungen und das regionale Engagement des Konzerns.
Bei einer Einordnung seiner Lebensleistung müssen daher sowohl die wirtschaftlichen Erfolge und gemeinnützigen Aktivitäten als auch die gesellschaftlichen Risiken des Glücksspielgeschäfts berücksichtigt werden.
Welche Auszeichnungen erhielt Paul Gauselmanns?
Für seine unternehmerischen Leistungen und sein gesellschaftliches Engagement erhielt Paul Gauselmanns verschiedene Ehrungen.
Zu seinen bekanntesten Auszeichnungen gehörte das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das ihm 2003 verliehen wurde.
Im Jahr 2004 zeichneten ihn außerdem die Städte Espelkamp und Lübbecke mit der Ehrenbürgerwürde aus.
Diese Ehrungen unterstreichen insbesondere seine langjährige wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindung zur Region Ostwestfalen-Lippe.
Was bleibt von Paul Gauselmanns nach seinem Tod?
Paul Gauselmanns hinterließ ein Unternehmen, das zu den bedeutenden Akteuren der europäischen Glücksspielwirtschaft zählt.
Sein größtes wirtschaftliches Vermächtnis ist die Merkur Group. Die Familienstruktur des Unternehmens wurde bereits vor seinem Tod durch die Familienstiftung langfristig gesichert.
Zugleich hinterließ er zahlreiche soziale Projekte und Einrichtungen, die insbesondere für die Menschen in Espelkamp und Lübbecke von Bedeutung sind.
Sein Lebensweg zeigt, wie aus einer technischen Erfindung und einer nebenberuflichen Geschäftsidee ein internationaler Konzern entstehen konnte.
Dennoch bleibt sein Erbe vielschichtig: Neben Unternehmergeist, Arbeitsplätzen und gesellschaftlichem Engagement steht auch die Debatte über die Risiken des Glücksspiels.
Fazit: Paul Gauselmann prägte die deutsche Automatenwirtschaft
Paul Gauselmann war einer der einflussreichsten deutschen Unternehmer seiner Branche. Aus bescheidenen Anfängen entwickelte er ein internationales Unternehmen mit Tausenden Mitarbeitern und Milliardenumsätzen.
Mit der Gründung der Gauselmann Gruppe, dem Erfolg der Merkur-Spielautomaten und dem Aufbau eines weltweiten Geschäfts schuf er ein Lebenswerk, das über seinen Tod hinaus Bestand hat.
Auch privat spielte die Familie für ihn eine zentrale Rolle. Seine Ehefrau Karin und seine vier Söhne begleiteten ihn durch wichtige Lebensabschnitte. Besonders Michael Gauselmann übernahm später Verantwortung für die Unternehmensgruppe.
Am 21. August 2026 starb Paul Gauselmann mit 91 Jahren. Seine Geschichte bleibt eng mit der Entwicklung der deutschen Automatenwirtschaft, seiner Heimatregion Ostwestfalen und der heutigen Merkur Group verbunden.
Häufig gestellte Fragen zu Paul Gauselmann
Paul Gauselmann war ein deutscher Unternehmer und Gründer der Gauselmann Gruppe, die heute Merkur Group heißt. Bekannt wurde er durch Spielautomaten, Spielhallen und weitere Glücksspielangebote.
Ja. Paul Gauselmann starb am 21. August 2026 im Alter von 91 Jahren, fünf Tage vor seinem 92. Geburtstag.
Medien schätzten sein Vermögen auf etwa 2,3 bis 3,5 Milliarden Euro. Eine unabhängig bestätigte genaue Summe seines persönlichen Vermögens liegt nicht vor.
Seine Ehefrau hieß Karin Gauselmann. Das Paar lernte sich 1967 während eines Winterurlaubs kennen und engagierte sich später gemeinsam für gemeinnützige Projekte.
Paul Gauselmann hatte vier Söhne: Peter, Michael, Armin und Karsten. Er hinterließ außerdem neun Enkel und sieben Urenkel.
Bereits 2024 übernahm Lars Felderhoff die operative Führung als Vorstandssprecher. Michael Gauselmann wurde Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Stiftungsvorstands. Eigentümerin der Unternehmensgruppe ist die Gauselmann-Familienstiftung.
Die genaue Todesursache wurde in der offiziellen Mitteilung der Merkur Group nicht veröffentlicht. Bestätigt ist sein Tod am 21. August 2026 im Alter von 91 Jahren.
Paul Gauselmann lebte über viele Jahrzehnte in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen. Dort befindet sich auch der Hauptsitz der Merkur Group.
Er legte 1957 mit dem nebenberuflichen Aufstellen von Musikautomaten den Grundstein für seine Unternehmensgruppe. Im Jahr 1964 machte er sich vollständig selbstständig.
Zu seinen bekanntesten Entwicklungen zählt der Spielautomaten-Klassiker Merkur B aus dem Jahr 1977. Bereits zuvor hatte er eine innovative Fernwahlbox für Musikautomaten entwickelt.
