ischämischer schlaganfall

Ischämischer Schlaganfall: Symptome, Ursachen und Therapie

Stefan
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ischämischer schlaganfall

Ein ischämischer Schlaganfall entsteht, wenn ein Blutgerinnsel oder eine Gefäßverengung die Blutversorgung eines Gehirnbereichs unterbricht. Die Nervenzellen erhalten dadurch zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Ohne schnelle Behandlung kann Hirngewebe dauerhaft geschädigt werden. Deshalb gilt: Treten plötzlich eine einseitige Lähmung, ein hängender Mundwinkel oder Sprachprobleme auf, muss sofort der Rettungsdienst gerufen werden – in Deutschland und der EU unter 112.

Der ischämische Schlaganfall wird auch Hirninfarkt genannt. Er unterscheidet sich vom hämorrhagischen Schlaganfall, bei dem eine Blutung im Gehirn entsteht. Von außen lassen sich beide Formen nicht sicher unterscheiden. Erst eine Bildgebung im Krankenhaus zeigt, ob ein Gefäßverschluss oder eine Blutung vorliegt. Betroffene dürfen daher nicht selbst entscheiden, abzuwarten oder Medikamente einzunehmen.

Notfallhinweis: Bei einem möglichen Schlaganfall sofort 112 anrufen. Nicht selbst zur Klinik fahren, nichts essen oder trinken und keine Medikamente – insbesondere kein Aspirin – ohne ärztliche Anweisung einnehmen. Auch vorübergehende Beschwerden können auf eine TIA hinweisen und erfordern eine sofortige Untersuchung.

Ischämischer Schlaganfall im Überblick

FrageKurzantwort
Was passiert?Ein Blutgefäß im Gehirn wird verschlossen oder stark verengt.
Welche Folgen hat das?Der betroffene Gehirnbereich erhält zu wenig Sauerstoff; Nervenzellen können geschädigt werden.
Typische SymptomePlötzliche Lähmung, Taubheit, Sprach-, Seh- oder Gleichgewichtsstörungen
Ist er ein Notfall?Ja. Jede Minute zählt. Sofort 112 wählen.
Wie wird er festgestellt?Neurologische Untersuchung sowie CT oder MRT; oft zusätzlich Gefäß- und Herzdiagnostik
Wie wird er behandelt?Je nach Befund unter anderem Thrombolyse oder mechanische Thrombektomie, anschließend Überwachung und Reha
Wichtige RisikofaktorenBluthochdruck, Vorhofflimmern, Rauchen, Diabetes und erhöhte Blutfette
Medizinischer BegriffHirninfarkt; häufig dem ICD-10-Code I63 zugeordnet

Was ist ein ischämischer Schlaganfall?

Der Begriff Ischämie bezeichnet eine unzureichende Durchblutung von Gewebe. Bei einem ischämischen Schlaganfall betrifft sie einen Teil des Gehirns. Meist blockiert ein Gerinnsel eine Arterie. Hinter dem Verschluss fällt die Versorgung mit Blut und damit mit Sauerstoff ab.

Im Zentrum des betroffenen Gebiets kann Hirngewebe schnell irreversibel geschädigt werden. Um diesen Kern liegt häufig zunächst eine Zone, die zwar zu wenig durchblutet wird, aber noch gerettet werden kann. Ärztinnen und Ärzte sprechen von der Penumbra. Akuttherapien zielen darauf, das verschlossene Gefäß wieder zu öffnen, bevor auch dieses gefährdete Gewebe abstirbt.

Ein ischämischer Schlaganfall ist nicht dasselbe wie eine Hirnblutung. Dennoch können beide Formen ähnliche Ausfälle verursachen. Genau deshalb muss vor einer gerinnselauflösenden Behandlung durch CT oder MRT eine Blutung ausgeschlossen werden.

Ischämischer und hämorrhagischer Schlaganfall: der Unterschied

MerkmalIschämischer SchlaganfallHämorrhagischer Schlaganfall
UrsacheGefäßverschluss oder ausgeprägte MinderdurchblutungBlutung durch ein gerissenes Gefäß
WirkungEin Gehirngebiet erhält zu wenig Blut und SauerstoffBlut schädigt Gewebe und kann den Druck im Schädel erhöhen
Von außen unterscheidbar?NeinNein
Sichere AbklärungCT oder MRT im KrankenhausCT oder MRT im Krankenhaus
AkuttherapieUnter anderem Wiedereröffnung des Gefäßes bei geeigneten BetroffenenBlutungskontrolle, Gerinnungsmanagement und je nach Befund neurochirurgische Maßnahmen

Ischämischer Schlaganfall: Symptome sofort erkennen

Die Beschwerden beginnen meist plötzlich. Welche Ausfälle auftreten, hängt davon ab, welches Hirnareal betroffen ist. Häufig zeigt sich nur eine Körperseite.

Typische Warnzeichen sind:

  • ein hängender Mundwinkel oder eine asymmetrische Gesichtshälfte,
  • Schwäche, Lähmung oder Taubheitsgefühl in Arm oder Bein,
  • verwaschene Sprache, falsche Wörter oder fehlendes Sprachverständnis,
  • plötzlicher Sehverlust, Doppelbilder oder Gesichtsfeldausfälle,
  • starke Unsicherheit beim Gehen, Schwindel oder Koordinationsprobleme,
  • Verwirrtheit oder eine ungewöhnliche Bewusstseinsstörung,
  • seltener plötzlich einsetzende sehr starke Kopfschmerzen.

Nicht jeder Schlaganfall verursacht das klassische Bild. Besonders bei Durchblutungsstörungen im hinteren Gehirnkreislauf können Schwindel, Doppelbilder, Schluckstörungen, Gangunsicherheit oder Übelkeit im Vordergrund stehen. Auch bei scheinbar milden Symptomen muss der Rettungsdienst alarmiert werden.

Der FAST-Test bei Verdacht auf ischämischen Schlaganfall

Der FAST-Test hilft, häufige Symptome schnell zu prüfen:

  • F – Face: Die Person soll lächeln. Hängt eine Gesichtshälfte?
  • A – Arms: Die Person soll beide Arme nach vorn heben. Sinkt ein Arm ab oder lässt er sich nicht heben?
  • S – Speech: Die Person soll einen einfachen Satz wiederholen. Klingt die Sprache verwaschen oder ist der Satz unverständlich?
  • T – Time: Schon ein auffälliges Zeichen reicht: sofort 112 anrufen und den Zeitpunkt des Symptombeginns nennen.

Den Beginn sollte man möglichst genau notieren. Falls niemand den Start beobachtet hat, ist wichtig, wann die Person zuletzt sicher ohne Beschwerden gesehen wurde. Das gilt auch für einen sogenannten Wake-up-Stroke, bei dem Symptome beim Aufwachen auffallen.

Welche Ursachen hat ein ischämischer Schlaganfall?

Hinter dem Gefäßverschluss können verschiedene Mechanismen stehen. Die Ursachenklärung ist wichtig, weil sie die spätere Vorbeugung bestimmt.

Gerinnsel aus dem Herzen

Bei einer kardialen Embolie entsteht das Gerinnsel im Herzen und wird mit dem Blutstrom ins Gehirn getragen. Eine häufige Ursache ist Vorhofflimmern. Bei dieser Herzrhythmusstörung kann sich Blut vor allem im linken Vorhof stauen und verklumpen. Auch bestimmte Herzklappenerkrankungen oder ein frischer Herzinfarkt können eine Rolle spielen.

Arteriosklerose großer Gefäße

Bei der Arteriosklerose lagern sich Fette und andere Stoffe in den Gefäßwänden ab. Solche Plaques können eine Halsschlagader oder eine Hirnarterie verengen. Reißt eine Plaque ein, kann sich daran ein Blutgerinnsel bilden. Teile davon können weiterwandern und eine kleinere Arterie blockieren.

Erkrankung kleiner Hirngefäße

Langjähriger Bluthochdruck und Diabetes können kleine Gefäße im Gehirn schädigen. Werden sie verschlossen, kann ein kleiner, sogenannter lakunärer Infarkt entstehen. Klein bedeutet jedoch nicht automatisch harmlos: Auch kleine Läsionen können je nach Lage erhebliche Ausfälle auslösen.

Seltenere Ursachen

Bei jüngeren Menschen kommen unter anderem Gefäßwandverletzungen an Halsarterien, bestimmte Gerinnungsstörungen, entzündliche Gefäßerkrankungen oder andere seltene Erkrankungen infrage. Trotz umfangreicher Diagnostik bleibt die Ursache manchmal unklar. Dann wird von einem kryptogenen Schlaganfall gesprochen.

Risikofaktoren für einen ischämischen Schlaganfall

Einige Risiken lassen sich nicht verändern, etwa das Alter, die Familiengeschichte oder frühere Schlaganfälle. Viele andere Faktoren können jedoch behandelt oder durch den Lebensstil beeinflusst werden.

Zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren gehören:

  • Bluthochdruck,
  • Vorhofflimmern und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Rauchen,
  • Diabetes mellitus,
  • erhöhte LDL-Cholesterinwerte,
  • Bewegungsmangel,
  • starkes Übergewicht,
  • hoher Alkoholkonsum,
  • Schlafapnoe,
  • bereits erlittene TIA oder ein früherer Schlaganfall.

Mehrere Faktoren verstärken sich gegenseitig. Ein normaler Arztbesuch reicht jedoch nicht aus, um akute Beschwerden abzuklären. Treten Symptome plötzlich auf, gilt immer der Notruf.

Wie wird ein ischämischer Schlaganfall diagnostiziert?

Im Rettungsdienst und in der Klinik zählt zunächst die Zeit. Das Team prüft die Vitalfunktionen, neurologische Ausfälle, den Blutzucker, eingenommene Medikamente und den vermuteten Beginn. Anschließend folgt meist eine strukturierte Diagnostik.

CT oder MRT des Gehirns

Eine Computertomografie kann eine Hirnblutung rasch sichtbar machen. Ein früher ischämischer Infarkt ist im einfachen CT dagegen nicht immer sofort deutlich. Je nach Situation ergänzen eine CT-Angiografie oder Perfusionsaufnahme die Untersuchung. Sie zeigen, ob ein größeres Gefäß verschlossen ist und wie stark das Gewebe durchblutet wird.

Eine Magnetresonanztomografie kann frische Infarkte sehr empfindlich darstellen. Welche Methode zuerst eingesetzt wird, hängt unter anderem von Verfügbarkeit, Situation und Behandlungsziel ab. Die Untersuchung darf eine notwendige Therapie nicht unnötig verzögern.

Suche nach der Ursache

Nach der Akutdiagnostik können weitere Untersuchungen folgen:

  • EKG und längere Herzrhythmusüberwachung,
  • Ultraschall der Hals- und Hirngefäße,
  • Herzultraschall,
  • Blutuntersuchungen, etwa Gerinnungs-, Blutzucker- und Fettwerte,
  • in ausgewählten Fällen spezielle Gefäß- oder Gerinnungsdiagnostik.

Ischämischer Schlaganfall: Behandlung in der Akutphase

Die Akutbehandlung findet idealerweise in einer spezialisierten Stroke Unit statt. Dort überwacht ein interdisziplinäres Team unter anderem Blutdruck, Herzrhythmus, Atmung, Temperatur, Blutzucker und Schluckfähigkeit. Gleichzeitig wird geprüft, ob sich das Gefäß wieder öffnen lässt.

Intravenöse Thrombolyse

Bei der intravenösen Thrombolyse erhält die betroffene Person ein Medikament, das das Gerinnsel auflösen soll. Für geeignete Erwachsene ist diese Behandlung im klassischen Zeitfenster bis 4,5 Stunden nach Symptombeginn etabliert. Aktuelle internationale Empfehlungen sehen bei ausgewählten Personen auf Grundlage moderner Bildgebung auch darüber hinaus Möglichkeiten.

Ob eine Lyse infrage kommt, entscheidet ausschließlich das Behandlungsteam. Dabei berücksichtigt es unter anderem den Zeitpunkt, die Bildgebung, Blutungsrisiken, Blutdruck, Begleiterkrankungen und gerinnungshemmende Medikamente. Patienten oder Angehörige sollten deshalb den Medikamentenplan und, falls vorhanden, den Antikoagulanzien-Ausweis bereithalten.

Mechanische Thrombektomie

Bei einem Verschluss einer größeren Hirnarterie kann eine mechanische Thrombektomie möglich sein. Über einen dünnen Katheter, meist von der Leisten- oder Armarterie aus, gelangt das Behandlungsteam bis zum Gerinnsel und entfernt es. Der Nutzen ist bei geeigneten Betroffenen besonders groß, wenn die Behandlung früh beginnt. Moderne Bildgebung kann jedoch auch später noch zeigen, ob rettbares Hirngewebe vorhanden ist.

Lyse und Thrombektomie schließen sich nicht grundsätzlich aus. Manche Patientinnen und Patienten erhalten beide Behandlungen. Die Auswahl hängt von Gefäßverschluss, Zeit, Bildgebung, individuellen Risiken und der medizinischen Gesamtsituation ab.

Weitere Maßnahmen

Zusätzlich behandelt das Team Komplikationen und Begleiterkrankungen. Dazu gehören eine angepasste Flüssigkeits- und Sauerstoffversorgung, Fieber- und Blutzuckerkontrolle sowie der Schutz vor Thrombosen und Lungenentzündung. Vor Essen, Trinken oder Tabletteneinnahme wird häufig die Schluckfähigkeit geprüft, weil eine unbemerkte Schluckstörung zum Verschlucken führen kann.

Blutdruck und Blutgerinnung werden gezielt gesteuert. Eine pauschale Selbstmedikation ist gefährlich: Aspirin kann bei einer Hirnblutung schaden und darf erst nach ärztlicher Abklärung eingesetzt werden.

TIA: vorübergehende Symptome sind ebenfalls ein Notfall

Bei einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) bilden sich die neurologischen Ausfälle wieder zurück. Das kann nach wenigen Minuten oder Stunden geschehen. Trotzdem ist eine TIA keine Entwarnung, sondern ein Warnsignal für einen drohenden Schlaganfall.

Auch wenn Lähmung oder Sprachstörung bereits verschwunden sind, muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden. Nur eine Untersuchung kann feststellen, ob tatsächlich kein bleibender Infarkt vorliegt und welche vorbeugende Behandlung nötig ist.

Mögliche Folgen und Prognose

Die Folgen eines ischämischen Schlaganfalls unterscheiden sich stark. Entscheidend sind unter anderem Lage und Größe des Infarkts, Dauer des Gefäßverschlusses, Alter, Vorerkrankungen und Geschwindigkeit der Behandlung.

Mögliche Folgen sind:

  • Lähmungen und eingeschränkte Feinmotorik,
  • Sprachstörung (Aphasie) oder Sprechstörung (Dysarthrie),
  • Schluckstörung,
  • Seh- und Wahrnehmungsstörungen,
  • Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme,
  • starke Müdigkeit, auch Fatigue genannt,
  • emotionale Veränderungen, Angst oder Depression,
  • Einschränkungen beim Gehen und bei alltäglichen Tätigkeiten.

Einige Fähigkeiten kehren in den ersten Tagen oder Wochen zurück. Verbesserungen sind aber auch später möglich. Eine genaue Prognose lässt sich unmittelbar nach dem Ereignis oft nicht seriös stellen.

Rehabilitation nach einem ischämischen Schlaganfall

Die Rehabilitation beginnt häufig bereits auf der Stroke Unit, sobald der Zustand stabil ist. Sie orientiert sich an den individuellen Ausfällen und persönlichen Zielen.

Wichtige Bausteine sind:

  • Physiotherapie für Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft und Gang,
  • Ergotherapie für Selbstständigkeit und Alltagstätigkeiten,
  • Logopädie bei Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen,
  • Neuropsychologie bei Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- oder Wahrnehmungsproblemen,
  • psychologische Hilfe bei Angst, Anpassungsproblemen oder Depression,
  • Beratung und Schulung von Angehörigen.

Regelmäßiges, individuell angepasstes Training ist wichtiger als unkontrollierte Überforderung. Das Behandlungsteam legt fest, welche Aktivitäten sicher sind und welche Hilfsmittel benötigt werden.

Wie lässt sich einem weiteren Schlaganfall vorbeugen?

Nach einem ischämischen Schlaganfall hängt die Sekundärprävention von der festgestellten Ursache ab. Deshalb ist die Diagnostik nicht mit der Akutbehandlung beendet.

Je nach Befund können Ärztinnen und Ärzte folgende Maßnahmen empfehlen:

  • Thrombozytenhemmer bei bestimmten nicht kardialen Ursachen,
  • gerinnungshemmende Medikamente bei Vorhofflimmern,
  • konsequente Behandlung von Bluthochdruck,
  • Statine oder andere lipidsenkende Medikamente,
  • gute Einstellung eines Diabetes,
  • Behandlung einer relevanten Verengung der Halsschlagader,
  • Rauchstopp,
  • regelmäßige, ärztlich abgestimmte Bewegung,
  • ausgewogene Ernährung und ein gesundes Körpergewicht,
  • begrenzter Alkoholkonsum.

Thrombozytenhemmer und Antikoagulanzien sind nicht austauschbar. Auch die Dosierung darf nie eigenständig verändert werden, weil sowohl Gerinnsel als auch Blutungen gefährliche Folgen haben können.

Was Angehörige im Notfall tun sollten

  1. Sofort 112 wählen und „Verdacht auf Schlaganfall“ sagen.
  2. Zeitpunkt des Beginns oder „zuletzt sicher gesund“ notieren.
  3. Die Person sicher lagern und enge Kleidung lockern.
  4. Bei Bewusstlosigkeit die Atmung prüfen; bei normaler Atmung stabile Seitenlage, ohne normale Atmung Wiederbelebung nach Anleitung der Leitstelle.
  5. Nichts zu essen oder zu trinken geben.
  6. Keine Medikamente verabreichen, sofern die Leitstelle oder ein Arzt es nicht ausdrücklich anordnet.
  7. Medikamentenliste, Allergiepass und relevante Arztunterlagen bereithalten.

Nicht abwarten, ob die Beschwerden verschwinden. Auch nicht zuerst die Hausarztpraxis anrufen. Der Rettungsdienst kann bereits unterwegs wichtige Informationen weitergeben und die geeignete Klinik ansteuern.

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FAQ zum ischämischen Schlaganfall

Was bedeutet „ischämischer Schlaganfall“?

Der Begriff beschreibt einen Schlaganfall durch mangelnde Durchblutung. Meist blockiert ein Gerinnsel ein Hirngefäß. Dadurch erhält das betroffene Gewebe zu wenig Sauerstoff und kann absterben.

Wie kündigt sich ein ischämischer Schlaganfall an?

Oft gibt es keine längere Vorwarnung. Die Symptome beginnen plötzlich. Häufig sind ein hängender Mundwinkel, einseitige Schwäche oder Taubheit, Sprachprobleme, Sehstörungen und starke Gangunsicherheit.

Kann ein ischämischer Schlaganfall vollständig ausheilen?

Ja, manche Menschen erholen sich weitgehend oder vollständig. Andere behalten Einschränkungen. Die Prognose hängt vor allem von Ort und Ausmaß der Schädigung, der Schnelligkeit der Behandlung und der Rehabilitation ab.

Wie lange dauert die Genesung?

Das ist individuell. Die stärksten Fortschritte treten häufig in den ersten Wochen und Monaten auf, doch Verbesserungen können auch später erreicht werden. Reha-Ziele sollten regelmäßig überprüft werden.

Ist eine TIA dasselbe wie ein ischämischer Schlaganfall?

Die Beschwerden ähneln sich. Bei einer TIA verschwinden sie wieder, dennoch kann ein akuter Infarkt vorliegen oder kurz darauf folgen. Deshalb muss auch eine TIA sofort im Krankenhaus abgeklärt werden.

Darf man bei Verdacht auf Schlaganfall Aspirin geben?

Nein, nicht ohne ärztliche Anweisung. Die Ursache könnte eine Hirnblutung sein, bei der Aspirin die Blutung verschlimmern kann. Zuerst ist eine Bildgebung erforderlich.

Welche Untersuchungen zeigen einen ischämischen Schlaganfall?

CT und MRT sind die wichtigsten Verfahren. Gefäßdarstellungen und Perfusionsaufnahmen können einen Verschluss und gefährdetes Gewebe zeigen. EKG, Herz- und Gefäßultraschall sowie Bluttests helfen anschließend bei der Ursachenklärung.

Kann ein ischämischer Schlaganfall auch junge Menschen treffen?

Ja. Das Risiko steigt zwar mit dem Alter, doch auch jüngere Erwachsene und Kinder können betroffen sein. Bei ihnen werden neben klassischen Risiken häufiger seltenere Ursachen geprüft.

Fazit: Beim ischämischen Schlaganfall zählt jede Minute

Ein ischämischer Schlaganfall ist eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns, meist durch ein Blutgerinnsel. Plötzlich auftretende Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen und starke Gleichgewichtsprobleme sind typische Warnzeichen. Bereits ein auffälliges FAST-Zeichen reicht aus, um sofort 112 zu wählen.

CT oder MRT unterscheiden den Hirninfarkt von einer Blutung. Bei geeigneten Betroffenen können eine Thrombolyse, eine mechanische Thrombektomie oder beide Verfahren das verschlossene Gefäß wieder öffnen. Danach unterstützen Stroke-Unit-Behandlung, Rehabilitation und eine ursachengerechte Vorbeugung die Genesung und senken das Risiko eines weiteren Ereignisses.