Zimmerpflanzen bringen Leben in die Wohnung, sorgen für eine gemütliche Atmosphäre und können selbst schlichte Räume deutlich wohnlicher wirken lassen. Von pflegeleichten Grünpflanzen wie Monstera und Bogenhanf bis zu blühenden Arten wie Orchideen oder Anthurien gibt es für nahezu jeden Standort und Erfahrungsgrad eine passende Pflanze.
Damit Zimmerpflanzen dauerhaft gesund bleiben, reicht gelegentliches Gießen allerdings nicht aus. Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Erde, Topfgröße und Nährstoffe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bedürfnisse einzelner Pflanzenarten erheblich.
Während Kakteen mit wenig Wasser auskommen, mögen viele tropische Pflanzen eine gleichmäßig leicht feuchte Erde und höhere Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollte die Pflege immer an die jeweilige Pflanzenart und den Standort angepasst werden.
Dieser Ratgeber zeigt, welche Zimmerpflanzen besonders beliebt und pflegeleicht sind, wie häufig sie gegossen werden sollten, welche Standorte sich eignen und was bei gelben Blättern, Schädlingen oder dem Umtopfen zu beachten ist.
Zimmerpflanzen im Überblick
| Thema | Empfehlung |
| Standort | Je nach Pflanzenart hell, halbschattig oder schattig |
| Gießen | Erst Feuchtigkeit der Erde kontrollieren |
| Wasser | Möglichst zimmerwarm verwenden |
| Staunässe | Unbedingt vermeiden |
| Düngen | Vor allem während der Wachstumsphase |
| Umtopfen | Meist alle 1–3 Jahre |
| Luftfeuchtigkeit | Tropische Arten mögen häufig höhere Werte |
| Temperatur | Viele Arten bevorzugen etwa 18–24 °C |
| Schädlinge | Regelmäßig Blattunterseiten kontrollieren |
| Pflegeleicht | Bogenhanf, Glücksfeder, Efeutute, Grünlilie |
Warum sind Zimmerpflanzen so beliebt?
Zimmerpflanzen erfüllen vor allem eine dekorative Funktion. Große Pflanzen können beispielsweise einen leeren Raum strukturieren, während kleinere Pflanzen Fensterbänke, Regale oder Schreibtische aufwerten.
Besonders beliebt sind Pflanzen mit auffälligen Blättern. Dazu gehören unter anderem Monstera, Calathea, Alocasia und verschiedene Philodendron-Arten.
Darüber hinaus empfinden viele Menschen die Beschäftigung mit Pflanzen als entspannend. Regelmäßiges Gießen, neue Blätter beobachten oder Pflanzen vermehren kann zu einem kleinen Ritual im Alltag werden.
Häufig wird außerdem behauptet, Zimmerpflanzen würden die Raumluft entscheidend reinigen. Zwar können Pflanzen unter Laborbedingungen bestimmte Stoffe aufnehmen. In normalen Wohnräumen ist dieser Effekt jedoch wesentlich geringer als oft dargestellt. Für gute Raumluft bleiben regelmäßiges Lüften und eine angemessene Luftfeuchtigkeit entscheidender.
Welche Zimmerpflanzen sind besonders pflegeleicht?
Nicht jede Pflanze braucht intensive Pflege. Einige Arten verzeihen auch unregelmäßiges Gießen oder weniger optimale Lichtbedingungen.
Bogenhanf
Der Bogenhanf, botanisch Dracaena trifasciata, gehört zu den robustesten Zimmerpflanzen überhaupt.
Er kommt mit vergleichsweise wenig Wasser zurecht und verträgt sowohl helle als auch weniger helle Standorte. Besonders gefährlich ist hingegen dauerhaft nasse Erde.
Deshalb gilt: lieber einmal zu wenig als einmal zu viel gießen.
Glücksfeder
Die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) eignet sich ebenfalls hervorragend für Anfänger.
Ihre kräftigen Blätter und unterirdischen Speicherorgane können Wasser über längere Zeit speichern. Dadurch übersteht die Pflanze auch längere Gießpausen.
Sie bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort, kommt jedoch ebenfalls mit weniger Licht zurecht.
Efeutute
Die Efeutute zählt zu den beliebtesten rankenden Zimmerpflanzen.
Sie wächst schnell und lässt sich problemlos über Stecklinge vermehren. Außerdem kann sie an Rankhilfen gezogen oder aus Ampeln herunterwachsen.
Ein heller Standort ohne starke Mittagssonne fördert normalerweise kräftiges Wachstum und eine schöne Blattzeichnung.
Grünlilie
Die Grünlilie ist robust, wächst schnell und bildet häufig kleine Ableger.
Sie eignet sich deshalb auch für Menschen, die gerade erst mit Zimmerpflanzen beginnen. Helle bis halbschattige Standorte sind ideal.
Monstera
Die Monstera deliciosa ist mit ihren großen, geschlitzten Blättern inzwischen ein Klassiker.
Sie wächst am besten an einem hellen Standort mit indirektem Licht. Junge Pflanzen können zunächst kleinere, geschlossene Blätter bilden. Mit zunehmendem Alter und ausreichend Licht entwickeln sich die typischen Schlitze und Löcher.
Die beliebtesten Zimmerpflanzen
Neben besonders pflegeleichten Pflanzen gibt es einige Arten, die seit Jahren zu den Klassikern gehören.
Dazu zählen:
- Monstera
- Efeutute
- Bogenhanf
- Glücksfeder
- Ficus
- Philodendron
- Grünlilie
- Orchideen
- Calathea
- Yucca-Palmlilie
- Drachenbaum
- Aloe vera
- Gummibaum
- Friedenslilie
- verschiedene Kakteen und Sukkulenten
Welche Pflanze die beste Wahl ist, hängt jedoch weniger von aktuellen Trends als vom verfügbaren Standort ab.
Zimmerpflanzen und der richtige Standort
Der richtige Standort gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für gesunde Zimmerpflanzen.
Dabei bedeutet „hell“ nicht automatisch, dass eine Pflanze stundenlang direkter Sonne ausgesetzt werden sollte.
Heller Standort
Viele tropische Grünpflanzen bevorzugen einen hellen Standort mit indirektem Licht.
Dazu gehören beispielsweise:
- Monstera
- viele Philodendron-Arten
- Efeutute
- Gummibaum
- Orchideen
Ein Platz etwas entfernt von einem großen Fenster kann deshalb besser geeignet sein als eine Fensterbank mit intensiver Mittagssonne.
Direkte Sonne
Kakteen und viele Sukkulenten vertragen deutlich mehr direktes Sonnenlicht.
Allerdings sollten selbst sonnenliebende Pflanzen nach einem dunklen Winter langsam wieder an intensive Sonne gewöhnt werden. Sonst können Verbrennungen an den Blättern entstehen.
Zimmerpflanzen für wenig Licht
Nur wenige Pflanzen wachsen wirklich gut bei sehr wenig Licht. Einige Arten tolerieren dunklere Standorte jedoch besser als andere.
Dazu gehören beispielsweise:
- Glücksfeder
- Bogenhanf
- einige Efeututen
- Aspidistra
Wichtig: „schattenverträglich“ bedeutet nicht, dass eine Pflanze ohne Licht auskommt.
Je dunkler der Standort ist, desto langsamer wächst die Pflanze normalerweise.
Zimmerpflanzen richtig gießen
Beim Gießen passieren besonders viele Pflegefehler.
Eine pauschale Regel wie „einmal pro Woche gießen“ funktioniert nur eingeschränkt. Temperatur, Jahreszeit, Pflanzengröße, Topf, Erde und Standort beeinflussen den Wasserbedarf.
Wann brauchen Zimmerpflanzen Wasser?
Am einfachsten lässt sich die Erde mit einem Finger testen.
Ist die obere Erdschicht trocken, können viele Zimmerpflanzen wieder gegossen werden. Pflanzen mit höherem Feuchtigkeitsbedarf sollten jedoch nicht vollständig austrocknen.
Bei Sukkulenten und Kakteen darf die Erde dagegen deutlich stärker austrocknen.
Lieber gründlich statt täglich wenig gießen
Viele Pflanzen profitieren davon, seltener, dafür gründlich gegossen zu werden.
Das Wasser sollte den gesamten Wurzelballen erreichen. Überschüssiges Wasser muss anschließend aus dem Topf ablaufen können.
Bleibt Wasser dauerhaft im Übertopf stehen, droht Staunässe.
Staunässe bei Zimmerpflanzen vermeiden
Staunässe gehört zu den häufigsten Ursachen für Probleme mit Zimmerpflanzen.
Stehen die Wurzeln längere Zeit in nasser Erde, erhalten sie zu wenig Sauerstoff. Dadurch können sie geschädigt werden und anfangen zu faulen.
Mögliche Anzeichen sind:
- gelbe Blätter
- weiche Stängel
- unangenehmer Geruch aus der Erde
- plötzliches Welken trotz feuchter Erde
- braune oder schwarze Wurzeln
Ein Pflanztopf mit Abzugslöchern erleichtert deshalb die Pflege erheblich.
Wie oft muss man Zimmerpflanzen gießen?
Eine feste Zahl gibt es nicht.
Im Sommer brauchen Pflanzen durch höhere Temperaturen und stärkeres Wachstum häufig mehr Wasser. Im Winter sinkt der Wasserverbrauch bei vielen Arten deutlich.
Kleine Töpfe trocknen außerdem schneller aus als große.
Auch sonnige Standorte erhöhen normalerweise den Wasserbedarf.
Deshalb sollte immer die tatsächliche Feuchtigkeit der Erde kontrolliert werden, statt ausschließlich nach Kalender zu gießen.
Welche Erde brauchen Zimmerpflanzen?
Universal-Blumenerde eignet sich für zahlreiche gewöhnliche Zimmerpflanzen. Spezialisierte Arten profitieren jedoch von einem Substrat, das an ihre natürlichen Bedingungen angepasst ist.
Erde für tropische Grünpflanzen
Monstera, Philodendron und ähnliche Pflanzen mögen häufig ein lockeres, luftiges Substrat.
Normale Pflanzenerde kann beispielsweise mit Bestandteilen wie:
- Perlit
- Pinienrinde
- Kokosfasern
aufgelockert werden.
Dadurch gelangt mehr Sauerstoff an die Wurzeln und überschüssiges Wasser kann besser abfließen.
Erde für Kakteen und Sukkulenten
Kakteen benötigen ein besonders durchlässiges Substrat.
Normale Blumenerde kann für sie zu viel Wasser speichern. Deshalb eignet sich spezielle Kakteen- oder Sukkulentenerde besser.
Orchideensubstrat
Viele handelsübliche Orchideen wachsen nicht in gewöhnlicher Blumenerde.
Phalaenopsis-Orchideen werden beispielsweise meist in einem groben Substrat auf Basis von Rindenstücken kultiviert.
Zimmerpflanzen richtig düngen
Mit der Zeit verbrauchen Pflanzen die Nährstoffe aus ihrem Substrat. Deshalb kann regelmäßiges Düngen während der Wachstumsphase sinnvoll sein.
Viele Zimmerpflanzen wachsen vor allem im Frühling und Sommer stärker.
In dieser Zeit wird je nach Pflanze und Dünger beispielsweise alle zwei bis vier Wochen gedüngt.
Entscheidend sind jedoch immer die Herstellerangaben des verwendeten Produkts.
Zu viel Dünger kann die Wurzeln schädigen. Deshalb sollte die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden.
Während des Winters benötigen viele Pflanzen deutlich weniger oder gar keinen zusätzlichen Dünger.
Zimmerpflanzen umtopfen
Früher oder später wird der alte Topf zu klein.
Typische Hinweise dafür sind:
- Wurzeln wachsen aus den Abzugslöchern
- die Erde trocknet außergewöhnlich schnell aus
- die Pflanze wächst kaum noch
- der Wurzelballen besteht fast nur noch aus Wurzeln
- die Pflanze wird instabil
In vielen Fällen reicht ein neuer Topf, dessen Durchmesser wenige Zentimeter größer ist.
Ein deutlich zu großer Topf ist hingegen nicht automatisch besser. Die größere Menge an Erde speichert mehr Feuchtigkeit und kann dadurch das Risiko von Staunässe erhöhen.
Wann sollte man Zimmerpflanzen umtopfen?
Der Frühling eignet sich für zahlreiche Arten besonders gut.
Zu Beginn der Wachstumsperiode kann sich die Pflanze anschließend schneller an das neue Substrat gewöhnen.
Junge, schnell wachsende Pflanzen benötigen eventuell jedes Jahr einen größeren Topf. Langsam wachsende oder ältere Exemplare können häufig zwei bis drei Jahre im gleichen Gefäß bleiben.
Zimmerpflanzen im Winter pflegen
Der Winter verändert die Bedingungen in Innenräumen erheblich.
Weniger Tageslicht bedeutet, dass viele Pflanzen langsamer wachsen. Gleichzeitig trocknet Heizungsluft die Umgebung aus.
Im Winter weniger gießen
Da Pflanzen weniger wachsen und häufig weniger Wasser verdunsten, sollte auch die Wassermenge angepasst werden.
Dauerhaft nasse Erde ist während der dunklen Jahreszeit besonders problematisch.
Abstand zur Heizung
Empfindliche tropische Pflanzen sollten möglichst nicht unmittelbar über oder neben einem Heizkörper stehen.
Warme, trockene Luft kann braune Blattspitzen begünstigen und erleichtert einigen Schädlingen die Ausbreitung.
Mehr Licht ermöglichen
Im Winter kann es sinnvoll sein, Pflanzen näher ans Fenster zu stellen.
Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Blätter nicht dauerhaft an kalten Fensterscheiben anliegen.
Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen
Viele beliebte Zimmerpflanzen stammen ursprünglich aus tropischen Regionen.
Arten wie Calathea, Maranta oder einige Farne reagieren deshalb empfindlicher auf sehr trockene Raumluft.
Eine normale Wohnraum-Luftfeuchtigkeit reicht vielen robusten Pflanzen allerdings aus.
Wer besonders empfindliche Tropenpflanzen besitzt, kann mehrere Pflanzen zusammenstellen oder einen Luftbefeuchter verwenden.
Regelmäßiges Besprühen wird zwar häufig empfohlen, erhöht die Luftfeuchtigkeit jedoch meist nur kurzfristig.
Gelbe Blätter bei Zimmerpflanzen – was bedeutet das?
Gelbe Blätter können zahlreiche Ursachen haben.
Ein einzelnes älteres Blatt ist häufig völlig normal. Pflanzen ersetzen regelmäßig ältere Blätter durch neue.
Treten gleichzeitig viele gelbe Blätter auf, kommen dagegen unter anderem folgende Ursachen infrage:
- zu viel Wasser
- zu wenig Wasser
- Lichtmangel
- Nährstoffmangel
- Wurzelschäden
- Schädlingsbefall
- natürlicher Blattwechsel
Deshalb sollte nicht sofort gedüngt oder stärker gegossen werden.
Zunächst lohnt sich ein Blick auf Erde, Wurzeln, Standort und Blattunterseiten.
Braune Blattspitzen bei Zimmerpflanzen
Auch braune Blattspitzen können unterschiedliche Gründe haben.
Mögliche Ursachen sind:
- trockene Raumluft
- unregelmäßige Wasserversorgung
- Salzansammlungen im Substrat
- Überdüngung
- Wurzelschäden
Bei tropischen Pflanzen treten trockene Spitzen besonders häufig während der Heizperiode auf.
Komplett braune Teile können mit einer sauberen Schere vorsichtig entfernt werden.
Zimmerpflanzen bekommen braune Flecken
Braune Flecken unterscheiden sich von trockenen Blattspitzen.
Sie können beispielsweise durch Sonnenbrand entstehen, wenn eine Pflanze plötzlich intensiver direkter Sonne ausgesetzt wird.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- Pilzkrankheiten
- bakterielle Erkrankungen
- Schäden durch Kälte
- Überwässerung
- mechanische Verletzungen
Verändert sich die Pflanze schnell, sollten Standort und Wurzeln kontrolliert werden.
Häufige Schädlinge bei Zimmerpflanzen
Auch gut gepflegte Pflanzen können von Schädlingen befallen werden.
Besonders häufig treten auf:
Spinnmilben
Spinnmilben verursachen kleine helle Punkte auf den Blättern. Bei stärkerem Befall können feine Gespinste sichtbar werden.
Sie treten besonders häufig bei trockener, warmer Luft auf.
Trauermücken
Kleine schwarze Fliegen rund um die Blumenerde sind häufig Trauermücken.
Die erwachsenen Tiere sind vor allem lästig. Ihre Larven leben im Substrat.
Dauerhaft sehr feuchte Erde begünstigt ihre Vermehrung.
Wollläuse
Wollläuse lassen sich an weißen, watteartigen Ablagerungen erkennen.
Sie sitzen häufig in Blattachseln und anderen geschützten Bereichen.
Schildläuse
Schildläuse wirken zunächst wie kleine braune oder beige Erhebungen auf Blättern und Stängeln.
Thripse
Thripse können silbrig wirkende Fraßspuren und schwarze Punkte auf den Blättern hinterlassen.
Was tun bei Schädlingen an Zimmerpflanzen?
Eine befallene Pflanze sollte zunächst von anderen Pflanzen getrennt werden.
Anschließend müssen Blätter, Stängel und besonders die Blattunterseiten genau untersucht werden.
Je nach Schädlingsart kommen beispielsweise:
- Abduschen
- manuelles Entfernen
- Gelbtafeln
- geeignete Pflanzenschutzmittel
- wiederholte Behandlungen
infrage.
Eine einzelne Behandlung reicht häufig nicht, weil sich noch Eier oder Larven an der Pflanze befinden können.
Zimmerpflanzen vermehren
Viele Zimmerpflanzen lassen sich überraschend einfach selbst vermehren.
Besonders Efeututen, Philodendren oder Monsteras eignen sich gut dafür.
Vermehrung über Stecklinge
Dazu wird ein geeigneter Trieb mit mindestens einem Wachstumsknoten abgeschnitten.
Der Steckling kann anschließend je nach Pflanzenart:
- in Wasser
- direkt in Substrat
- in feuchtem Moos
bewurzelt werden.
Sobald ausreichend Wurzeln entstanden sind, kann die junge Pflanze eingetopft werden.
Vermehrung durch Teilung
Pflanzen wie Grünlilie oder verschiedene Farne lassen sich häufig beim Umtopfen teilen.
Dabei werden mehrere Pflanzenteile mitsamt Wurzeln voneinander getrennt und anschließend einzeln eingetopft.
Zimmerpflanzen im Schlafzimmer
Grundsätzlich spricht bei den meisten Menschen nichts dagegen, Zimmerpflanzen im Schlafzimmer aufzustellen.
Die häufige Behauptung, Pflanzen würden nachts gefährlich viel Sauerstoff verbrauchen, ist unbegründet. Die Mengen sind im Verhältnis zum Luftvolumen eines Raumes äußerst gering.
Geeignet sind beispielsweise:
- Bogenhanf
- Grünlilie
- Efeutute
- Glücksfeder
Entscheidender als die Pflanzenart sind geeignete Lichtverhältnisse.
Zimmerpflanzen fürs Badezimmer
Ein helles Badezimmer kann für Pflanzen besonders interessant sein, weil dort häufig eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht.
Geeignet sind abhängig vom Licht unter anderem:
- Farne
- Efeutute
- Calathea
- Philodendron
- Friedenslilie
Ein Badezimmer ohne Fenster eignet sich dagegen nicht dauerhaft für normale Pflanzen, sofern keine geeignete Pflanzenbeleuchtung vorhanden ist.
Zimmerpflanzen fürs Büro
Im Büro sind robuste Pflanzen besonders praktisch.
Schließlich kann es vorkommen, dass sie am Wochenende oder während des Urlaubs nicht gegossen werden.
Geeignet sind beispielsweise:
- Glücksfeder
- Bogenhanf
- Efeutute
- Grünlilie
- Gummibaum
Auch hier sollte jedoch zumindest etwas natürliches Licht vorhanden sein.
Sind Zimmerpflanzen giftig?
Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Kinder, Hunde oder Katzen im Haushalt leben.
Mehrere beliebte Zimmerpflanzen können beim Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen.
Dazu gehören beispielsweise bestimmte Arten aus den Gruppen:
- Monstera
- Philodendron
- Dieffenbachia
- Efeutute
- Friedenslilie
Wie gefährlich eine Pflanze tatsächlich ist, hängt von Art, aufgenommener Menge sowie Mensch oder Tier ab.
Wer Haustiere besitzt, sollte deshalb vor dem Kauf prüfen, ob die konkrete Pflanzenart für Hunde oder Katzen geeignet ist.
Haustierfreundliche Zimmerpflanzen
Wer Katzen oder Hunde hält, kann gezielt nach ungiftigen beziehungsweise als tierfreundlicher geltenden Pflanzen suchen.
Häufig genannt werden beispielsweise:
- Grünlilie
- verschiedene Calathea-Arten
- Maranta
- Areca-Palme
Da Pflanzen allerdings leicht verwechselt werden können, sollte zur Sicherheit immer der botanische Name überprüft werden.
Zimmerpflanzen kaufen – worauf achten?
Beim Kauf lohnt sich ein genauer Blick auf die Pflanze.
Gesunde Exemplare sollten möglichst:
- kräftige Blätter besitzen
- keine ungewöhnlichen Flecken zeigen
- frei von Gespinsten sein
- keine sichtbaren Wollläuse oder Schildläuse haben
- nicht extrem nass stehen
- keine stark faulenden Wurzeln zeigen
Besonders die Blattunterseiten sollten kontrolliert werden.
Neue Pflanzen können außerdem zunächst einige Tage getrennt von der bestehenden Sammlung stehen. So lässt sich ein möglicher Schädlingsbefall früher erkennen.
Häufige Fehler bei der Zimmerpflanzen-Pflege
Viele Pflanzenprobleme entstehen durch wenige typische Fehler.
1. Zu häufig gießen
Der wohl häufigste Fehler ist nicht Wassermangel, sondern dauerhaft feuchte Erde.
2. Zu wenig Licht
Eine Pflanze kann an einem dunklen Standort lange überleben, ohne dort wirklich gesund zu wachsen.
3. Fester Gießplan
„Jeden Sonntag gießen“ berücksichtigt weder Wetter noch Jahreszeit oder tatsächliche Bodenfeuchtigkeit.
4. Topf ohne Abfluss
Kann überschüssiges Wasser nicht ablaufen, steigt das Risiko von Wurzelfäule.
5. Zu viel Dünger
Mehr Dünger führt nicht automatisch zu schnellerem Wachstum.
6. Falscher Standort
Eine schattenliebende Pflanze in praller Mittagssonne leidet genauso wie ein sonnenliebender Kaktus in einer dunklen Ecke.
Zimmerpflanzen richtig pflegen: einfache Grundregeln
Wer sich nicht jede einzelne Pflegeanleitung merken möchte, kann sich an einigen Grundregeln orientieren:
- Standort entsprechend der Pflanzenart wählen.
- Erde vor dem Gießen kontrollieren.
- Staunässe vermeiden.
- Töpfe mit Drainagelöchern verwenden.
- Während der Wachstumsphase angemessen düngen.
- Blätter regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren.
- Pflanze bei starkem Wurzelwachstum umtopfen.
- Gießmenge im Winter reduzieren.
- Veränderungen langsam vornehmen.
- Pflege immer an die konkrete Pflanzenart anpassen.
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FAQ zu Zimmerpflanzen
Zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen gehören Bogenhanf, Glücksfeder, Efeutute und Grünlilie. Sie verzeihen kleinere Pflegefehler und benötigen meist keine besonders hohe Luftfeuchtigkeit.
Glücksfeder und Bogenhanf kommen vergleichsweise gut mit weniger Licht zurecht. Dennoch benötigt jede normale Zimmerpflanze Licht, um dauerhaft gesund zu wachsen.
Das hängt von Pflanzenart, Jahreszeit, Standort und Topfgröße ab. Statt nach einem festen Zeitplan sollte vor dem Gießen die Feuchtigkeit der Erde kontrolliert werden.
Gelbe Blätter können durch Überwässerung, Trockenheit, Lichtmangel, Nährstoffprobleme oder natürliche Alterung entstehen. Besonders häufig steckt dauerhaft zu feuchte Erde dahinter.
Bogenhanf, Glücksfeder, Grünlilie und Efeutute sind gute Anfängerpflanzen, weil sie vergleichsweise robust sind.
Wenn Wurzeln aus dem Topf wachsen, das Substrat sehr schnell austrocknet oder der Topf vollständig durchwurzelt ist, wird es meist Zeit zum Umtopfen. Der Frühling eignet sich dafür besonders gut.
Viele Zimmerpflanzen wachsen im Winter deutlich langsamer und benötigen deshalb wenig oder keinen Dünger. Bei Pflanzen unter künstlichem Licht oder Arten mit ganzjährigem Wachstum kann die Situation anders aussehen.
Zimmerpflanzen können problemlos im Schlafzimmer stehen. Ihr nächtlicher Sauerstoffverbrauch ist äußerst gering. Für die Luftqualität sind ausreichendes Lüften und ein angenehmes Raumklima wesentlich wichtiger.
Grünlilien, Maranta und zahlreiche Calathea-Arten gelten als vergleichsweise haustierfreundlich. Vor dem Kauf sollte jedoch immer die konkrete Pflanzenart anhand ihres botanischen Namens geprüft werden.
Braune Blattspitzen können durch trockene Luft, unregelmäßiges Gießen, Salzablagerungen im Substrat oder zu viel Dünger entstehen. Besonders tropische Zimmerpflanzen reagieren während der Heizperiode häufig empfindlich.
Fazit: Zimmerpflanzen brauchen vor allem den richtigen Standort und passende Pflege
Zimmerpflanzen müssen keineswegs kompliziert sein. Wer Lichtbedarf, Wasserversorgung und Substrat auf die jeweilige Art abstimmt, hat bereits die wichtigsten Grundlagen geschaffen.
Pflegeleichte Pflanzen wie Bogenhanf, Glücksfeder, Efeutute oder Grünlilie eignen sich besonders gut für Anfänger. Tropische Arten wie Calathea oder Alocasia stellen dagegen häufig etwas höhere Ansprüche an Luftfeuchtigkeit, Bewässerung und Standort.
Vor allem beim Gießen gilt: Nicht der Kalender entscheidet, sondern die Pflanze. Zu viel Wasser verursacht mindestens ebenso häufig Probleme wie Trockenheit.
Wer seine Zimmerpflanzen regelmäßig beobachtet, erkennt Veränderungen meist früh. Neue Blätter, kräftige Wurzeln und gleichmäßiges Wachstum sind schließlich die besten Hinweise darauf, dass Standort und Pflege stimmen.
