Melanie Amann verlässt Spiegel – die Nachricht wurde am 1. September 2025 offiziell bestätigt und sorgte in der deutschen Medienbranche für großes Interesse. Die profilierte Politikjournalistin beendete ihre Tätigkeit beim Hamburger Nachrichtenmagazin zum Jahresende 2025. Seit dem 1. Januar 2026 arbeitet sie als Chefredakteurin Digital bei der FUNKE Mediengruppe und führt gemeinsam mit Jörg Quoos die Berliner Zentralredaktion.
Der Wechsel folgte auf mehr als zwölf Jahre beim SPIEGEL. Offiziell hieß es, Amann wolle sich neuen Aufgaben widmen. Medienberichte brachten ihren Abschied zugleich mit länger anhaltenden Spannungen innerhalb der Chefredaktion in Verbindung. Diese Berichte liefern möglichen Hintergrund, sind aber nicht mit einer von allen Beteiligten bestätigten Begründung gleichzusetzen.
Melanie Amann verlässt Spiegel nach mehr als zwölf Jahren
Der SPIEGEL teilte am 1. September 2025 mit, dass Melanie Amann das Medienhaus zum Ende des Jahres verlassen werde. Bis dahin sollte sie als Autorin der Chefredaktion tätig bleiben. In derselben Mitteilung wurde sie weiterhin als stellvertretende Chefredakteurin bezeichnet.
Amann blickte öffentlich positiv auf ihre Zeit in dem Verlag zurück. Sie verwies auf ihre verschiedenen Aufgaben als Redakteurin, Leiterin des Hauptstadtbüros und stellvertretende Chefredakteurin. Einen ausführlichen persönlichen Grund für den Abschied nannte sie nicht.
Auch Chefredakteur Dirk Kurbjuweit würdigte ihre Arbeit. Er hob insbesondere ihre Berichterstattung über die AfD sowie ihre Auftritte in politischen Talkshows und Podcasts hervor. Laut der damaligen Pressemitteilung gehörten nach ihrem Ausscheiden neben Kurbjuweit weiterhin Cordula Meyer und Thorsten Dörting zur Chefredaktion. Diese Angabe beschreibt den angekündigten Stand vom September 2025 und nicht zwingend die heutige Zusammensetzung.
Melanie Amann verlässt Spiegel: Die wichtigsten Fakten
| Punkt | Bestätigte Information |
| Bekanntgabe des Abschieds | 1. September 2025 |
| Ausscheiden beim SPIEGEL | zum Jahresende 2025 |
| Dauer ihrer Tätigkeit | mehr als zwölf Jahre |
| Letzte Funktion | Autorin der Chefredaktion; zuvor stellvertretende Chefredakteurin |
| Neue Position | Chefredakteurin Digital bei FUNKE |
| Beginn bei FUNKE | 1. Januar 2026 |
| Arbeitsort | Berliner Zentralredaktion |
| Gemeinsame Leitung | mit Jörg Quoos |
Die Daten zum Abschied stammen aus der offiziellen Mitteilung der SPIEGEL-Gruppe. FUNKE bestätigte den Beginn der neuen Tätigkeit und Amanns zusätzliche Verantwortung für die redaktionelle Strategie der Medienmarke.
Warum Melanie Amann verlässt Spiegel
Die offizielle Erklärung war knapp: Amann verließ das Haus, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Der SPIEGEL veröffentlichte keine ausführlichere Begründung. Daher lässt sich nicht seriös behaupten, dass eine Entlassung, ein einzelner Streit oder ein bestimmtes Ereignis zweifelsfrei den Ausschlag gab.
Allerdings berichtete Business Insider bereits vor der offiziellen Bekanntgabe über ein belastetes Verhältnis zwischen Amann und Dirk Kurbjuweit. Dem Bericht zufolge soll sie nach Kurbjuweits Übernahme der Chefredaktion im Mai 2023 mehrere Verantwortungsbereiche verloren haben. Genannt wurden unter anderem die Zuständigkeit für die Politikberichterstattung, die Leitung des Berliner Büros und später die Koordination investigativer Recherchen. Andere Medien griffen diese Recherche anschließend auf.
Kurbjuweit war im Mai 2023 zum Chefredakteur berufen worden. Im Oktober desselben Jahres ernannte er Amann und Thorsten Dörting offiziell zu seinen Stellvertretern. Die berichteten Differenzen entwickelten sich somit innerhalb einer Führungskonstellation, in der Amann formal weiterhin eine herausgehobene Position innehatte.
Für eine faire Darstellung müssen deshalb zwei Ebenen getrennt bleiben. Bestätigt sind der Abschied zum Jahresende 2025 und der anschließende Wechsel zu FUNKE. Nicht offiziell bestätigt ist dagegen, dass der von Medien beschriebene interne Machtkampf der alleinige oder entscheidende Trennungsgrund war.
Wurde Melanie Amann beim SPIEGEL entlassen?
Für eine Entlassung gibt es keinen öffentlich bekannten Beleg. Die offizielle Mitteilung sprach davon, dass Amann das Medienhaus verlasse, um neue Aufgaben zu übernehmen. Zudem blieb sie bis zum Jahresende als Autorin der Chefredaktion tätig.
Berichte über veränderte Zuständigkeiten oder interne Spannungen dürfen nicht automatisch mit einer Kündigung gleichgesetzt werden. Sie können erklären, weshalb ihr Abschied in Medien als Ergebnis eines Führungskonflikts eingeordnet wurde. Eine solche Einordnung bleibt jedoch eine journalistische Interpretation, solange der SPIEGEL und Amann sie nicht ausdrücklich als gemeinsame Erklärung bestätigen.
Melanie Amann verlässt Spiegel und wechselt zu FUNKE
Zum 1. Januar 2026 übernahm Amann bei der FUNKE Mediengruppe die Position der Chefredakteurin Digital in der Berliner Zentralredaktion. Sie führt das Team gemeinsam mit Gründungschefredakteur Jörg Quoos. Zusätzlich verantwortet sie nach Angaben des Unternehmens die redaktionelle Strategie der Marke FUNKE.
Zu ihren Aufgaben gehören die Stärkung der bundespolitischen Berichterstattung, die engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen FUNKE-Medien und die Entwicklung neuer journalistischer Angebote. Amann kündigte außerdem an, neue Formate und Veranstaltungen für die Medienmarke aufzubauen.
Ihr Wechsel war somit kein Rückzug aus dem Journalismus. Vielmehr ging sie von einer leitenden Position bei einem Nachrichtenmagazin in eine strategisch ausgerichtete Führungsrolle bei einer großen Mediengruppe.
Was macht Melanie Amann heute?
Seit Jahresbeginn 2026 arbeitet die Journalistin bei FUNKE. Auch auf ihrer eigenen Website beschreibt sie sich als Chefredakteurin Digital, die gemeinsam mit Jörg Quoos die Zentralredaktion in Berlin führt.
In der neuen Funktion verbindet sie politische Berichterstattung, digitale Weiterentwicklung und Markenstrategie. Ihre langjährige Erfahrung im Hauptstadtjournalismus bildet dafür eine wichtige fachliche Grundlage. Bereits beim SPIEGEL lagen ihre Schwerpunkte auf Rechtspolitik, den Unionsparteien und der AfD.
Ihr Aufenthalt an der Harvard University
Im Oktober 2025, während ihrer letzten Monate beim SPIEGEL, war Melanie Amann John F. Kennedy Memorial Policy Fellow am Minda de Gunzburg Center for European Studies der Harvard University. Harvard kündigte den Aufenthalt ausdrücklich für den gesamten Oktober an.
Die Position war ein zeitlich begrenzter akademischer Aufenthalt und keine dauerhafte neue Anstellung. In Harvard nahm Amann an Veranstaltungen zu Demokratie, Medien und dem Erstarken rechter Bewegungen in Europa und den Vereinigten Staaten teil.
Diese Station passte zu ihren bisherigen Arbeitsschwerpunkten. Über viele Jahre beschäftigte sie sich journalistisch mit deutscher Politik, der AfD, Rechtspopulismus und rechtspolitischen Fragen.
Melanie Amanns Karriere beim SPIEGEL
Melanie Amann wurde 1978 in Bonn geboren und wuchs in Siegburg auf. Sie studierte Rechtswissenschaft in Trier, Aix-en-Provence und Berlin und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2003 bis 2004 besuchte sie die Deutsche Journalistenschule in München.
Vor ihrer Zeit beim SPIEGEL arbeitete sie für die „Financial Times Deutschland“ sowie in der Wirtschaftsredaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Im Jahr 2013 wechselte sie in das Berliner Hauptstadtbüro des SPIEGEL.
Ihre wichtigsten beruflichen Stationen dort waren:
- 2013: Wechsel in das SPIEGEL-Hauptstadtbüro
- Februar 2019: gemeinsame Leitung des Hauptstadtbüros mit Sebastian Fischer, Martin Knobbe und Philipp Wittrock
- Mai 2021: Berufung in die SPIEGEL-Chefredaktion
- Oktober 2023: Ernennung zur stellvertretenden Chefredakteurin
- September 2025: Bekanntgabe des Abschieds zum Jahresende
- Ende 2025: Ausscheiden aus dem SPIEGEL
- Januar 2026: Start als Chefredakteurin Digital bei FUNKE
Die gemeinsame Leitung des Hauptstadtbüros sowie ihre späteren Funktionen in der Chefredaktion werden durch die Mitteilungen der SPIEGEL-Gruppe bestätigt.
Besonders bekannt wurde Amann durch ihre Berichterstattung über die AfD. Auf Grundlage ihrer Recherchen veröffentlichte sie 2017 das Buch „Angst für Deutschland – Die Wahrheit über die AfD“. Ein breites Publikum kennt sie außerdem aus politischen Talkshows, Nachrichtensendungen und Podcasts.
Was bedeutete ihr Abschied für den SPIEGEL?
Mit Amann verlor das Nachrichtenmagazin eine seiner sichtbarsten Politikjournalistinnen. Sie stand nicht nur für politische Recherchen, sondern vertrat den SPIEGEL auch regelmäßig in Fernsehrunden, Podcasts und öffentlichen Debatten. Diese öffentliche Rolle hob Kurbjuweit in der offiziellen Würdigung ausdrücklich hervor.
In der Abschiedsmitteilung wurde keine direkte Nachfolge für ihre bisherige Rolle genannt. Die Führung sollte nach dem damaligen Stand aus Dirk Kurbjuweit sowie seinen Stellvertretern Cordula Meyer und Thorsten Dörting bestehen.
Branchenmedien ordneten Amanns Weggang in die bereits zuvor beschriebenen Spannungen an der Spitze des Magazins ein. Diese Bewertung ist als Medienbericht relevant, sollte jedoch nicht als offiziell bestätigte Erklärung des SPIEGEL formuliert werden.
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Häufig gestellte Fragen
Der SPIEGEL gab ihren Abschied am 1. September 2025 bekannt. Sie blieb bis zum Jahresende als Autorin der Chefredaktion tätig.
Offiziell wollte sie neue berufliche Aufgaben übernehmen. Business Insider und weitere Medien berichteten über interne Spannungen. Diese wurden jedoch nicht als offizieller Grund der Trennung bestätigt.
Seit dem 1. Januar 2026 ist sie Chefredakteurin Digital bei der FUNKE Mediengruppe. Gemeinsam mit Jörg Quoos führt sie die Berliner Zentralredaktion.
Eine Entlassung ist nicht bestätigt. Die SPIEGEL-Gruppe beschrieb den Vorgang als Abschied, damit sie sich neuen Aufgaben widmen könne.
Sie wechselte 2013 zum Nachrichtenmagazin und schied Ende 2025 aus. Damit arbeitete sie mehr als zwölf Jahre für den SPIEGEL.
Sie bezieht sich auf Amanns Ende 2025 vollzogenen Abschied vom SPIEGEL und ihren Wechsel zur FUNKE Mediengruppe zum 1. Januar 2026.
Fazit: Melanie Amann verlässt Spiegel und beginnt bei FUNKE neu
Amann schied zum Jahresende 2025 nach mehr als zwölf Jahren beim SPIEGEL aus. Offiziell wollte sie sich neuen Aufgaben widmen. Berichte über Spannungen mit Dirk Kurbjuweit liefern möglichen Kontext, sind aber nicht als gemeinsam bestätigter Trennungsgrund belegt.
Seit dem 1. Januar 2026 führt sie als Chefredakteurin Digital gemeinsam mit Jörg Quoos die Berliner FUNKE-Zentralredaktion. Zusätzlich arbeitet sie an der redaktionellen Strategie der Medienmarke. Der Wechsel markierte daher keinen Abschied vom politischen Journalismus, sondern den Beginn einer neuen Führungsaufgabe.
